Diese Frage geistern immer wieder herum und sie wird mir auch machmal auf Naturexkursionen gestellt:

Können Libellen stechen?

Libellen haben aber gar keinen Stachel. Wenn sie groß genug sind, können sie uns mit ihren Beißwerkzeugen verletzen – sofern sie durch die Haut kommen

Man unterscheidet bei den Insekten die Mundwerkzeuge in stechend-saugende, wie etwa bei Mücken, und in beißendkauende Mundwerkzeuge – letzteres haben unter anderem Libellen (aber auch Käfer, Heuschrecken). Sind die Libellen groß genug, könnten sie uns Menschen eventuell mit ihren Beißwerkzeugen verletzen – sofern sie unsere Haut durchdringen können. Mehr als ein Zwicken entsteht dabei jedoch nicht. Die Anhänge am Hinterleib dienen der Kopulation und der Eiablage. Weibchen besitzen einen Legebohrer. Er wird jedoch nie als Wehrstachel eingesetzt, sondern nur zum Anritzen weichen Pflanzenmaterials und zum Versenken des Eis in das Pflanzengewebe. Der Legebohrer ist viel zu stumpf und kann daher die Haut des Menschen nicht durchdringen. Es gibt auch – entgegen einem weiteren verbreiteten Irrglauben – keine giftigen Libellen.

Quelle:

http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2071452/Koennen-Libellen-Menschen-stechen.html

Kommentar & Ergänzung:

Eine Grosslibelle versucht allenfalls zu beissen, wenn man sie mit der Hand festhält, was man als Laie nicht tun sollte. Davon abgesehen interessieren sich Libellen wohl nicht gross für Menschen. Wir passen nicht ganz in ihr Beuteschema.

Gegenwärtig leben in der Schweiz 85 Libellenarten und –unterarten.

Man unterteilt die Libellenarten in Kleinlibellen und Grosslibellen.

Viel Libellen tragen ansprechende Namen.

Zum Beispiel bei den Kleinlibellen: Azurjungfer, Adonislibelle, Prachtlibelle, Binsenjungfer, Federlibelle, Schlanklibelle, Granatauge, Pechlibelle.

Oder bei den Grosslibellen: Mosaikjungfer, Königslibelle, Geisterlibelle, Flussjungfer, Quelljungfer, Smaragdlibelle, Moosjungfer, Plattbauch, Blaupfeil.

Libellen leben als Larve im Wasser und sind in dieser Phase perfekt an diesen Lebensraum angepasst. Als ausgewachsene Tiere werden sie zu faszinierenden Flugkünstlern.

Das Gerücht der „stechenden Libellen“ und Volksnamen wie „Teufelsnadel“ oder englisch „dragonflies“, also „Drachenfliegen“ zeigen an, dass diesen Insekten früher nicht viel Wohlwollen entgegen gebracht wurde.

Das sollte aber heute endgültig vorbei sein.

Die Antwort auf die Frage: “Können Libellen stechen?” lautet als eindeutig: Nein, können sie nicht.

Das Beobachten von Libellen an einem Gewässer ist ein spannendes Erlebnis.

Bestimmungsliteratur zum Thema Libellen finden Sie im Buchshop.

Wenn Sie Pflanzen und Tiere in der Natur kennen lernen möchten, finden Sie hier die Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch