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Naturkunde: Gallische Feldwespe – je farbiger desto giftiger

Natur

Avatar-FotoMartin Koradi21.08.2012

Die Gallische Feldwespe (Polistes dominula, früher Polistes gallica), auch Französische Feldwespe genannt, gehört innerhalb der Familie der Faltenwespen (Vespidae) zur Gattung Polistes.

Die Giftigkeit zeigt sich bei Feldwespen über die Färbung.

Je gesünder, desto schöner und giftiger – so könnte man das Ergebnis einer Studie von spanischen Wissenschaftlern zusammenfassen. Im Fachmagazin „Frontiers in Zoology“ schreiben die Forscher, je intensiver die schwarz-gelbe Färbung des Hinterleibes sei, desto mehr Gift trage das Insekt im Stachel.

Die Warnfärbung, auch Aposematismus genannt, wird von Tieren eingesetzt, um potenziellen Fressfeinden ihre Ungenießbarkeit zu signalisieren.

Vögel erkennen feine Unterschiede in der Färbung ihrer Beute und sind bei farbigen Insekten besonders vorsichtig.

Quelle:

https://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=127520

Kommentar & Ergänzung:

Schwarz-gelb heisst offenbar an die Adresse der Vögel: Achtung, ich steche!

Allerdings gibt es auch Insekten wie die Schwebfliegen, die auch dieses gelb-schwarze Signal aussehen, ohne dass sie einen Stachel besitzen. Die harmlosen Tiere stellen sich also als wehrhaft dar und manche Vögel lassen sich von diesem Bluff offenbar beeindrucken. Wenn ein gelb-schwarzes Fluginsekt wie ein Helikopter vor ihnen schwebt, dürfte es sich um eine Schwebfliege handeln, die keine aggressiven Absichten hat.

Auch die Gallischen Feldwespen sind im übrigen friedliche Tiere, wenn man sie nicht bedroht. Sie werden den Menschen auch nicht lästig zum Beispiel als unerwünschte Gäste am Frühstückstisch. Sie ernähren sich vor allem von anderen Insekten (hauptächlich von Fliegen) und von Spinnen, aber auch von Blütennektar.

Die Gallische Feldwespe fliegt typischerweise mit herunter hängenden Beinen. Betrachtet man sie von nahem, fallen die orangen Fühlerenden auf.

Foto auf Wikipedia

Gallische Feldwespen bewohnen offenes und warmes Gelände, wie Wiesen und buschreiche Heiden, und bauen ihre Nester auch gerne im Siedlungsbereich der Menschen. Das kleine Nest mit nach aussen offenen Waben hängt an einem dünnen Neststiel, der als Engstelle eine gute Verteidigungsmöglichkeit gegen Ameisen bietet.

Foto des Nestes auf Wikipedia

Übrigens: Wer Beobachten gelernt hat  und etwas versteht von den Zusammenhängen in der Natur, kann jederzeit eine spannende Safari vor der Haustüre erleben.

Und das ist zum Beispiel ein gutes Kontrastprogramm zur Arbeit am Computer, aber auch sonst zum Stress im Alltag.

Einen Einstieg in diese weitgehend unbekannte Wunderwelt in unserer unmittelbaren Umgebung können Sie auf meinen Naturexkursionen erleben. Eine Übersicht der Daten finden Sie hier.

Das nächste Naturseminar ist die Spätsommer-Exkursion in Trin / Flims / Bargis am 14. – 16. September 2012. Heilkräuter, Herbstblumen, Spinnen und ihre Netze, Heuschrecken und ihre Gesänge, sowie eine faszinierende Berglandschaft werden dieses Wochenende zu einem Naturerlebnis machen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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