Am 7. November 2013 ist der 100. Geburtstag von Albert Camus (1913 – 1960). Das Literaturhaus Zürich veranstaltet zu diesem Anlass am 4. November einen Camus-Abend.

Von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr wird ein Artefilm gezeigt: «Albert Camus, Lektüre fürs Leben» (ARTE France 2013; 54 Minuten).

Der Film arbeitet anlässlich des Jubiläums die heutige Rezeption und Wirkung von Albert Camus heraus.

Um 19.30 Uhr laden die Philosophin Ursula Pia Jauch und der Kulturwissenschaftler Johannes Binotto zum Café Philo – in leicht veränderter Form – zum Café Camus. Dabei werden – ausgehend von einem Text Albert Camus‘ –  Thesen, Gedankensplitter aufgeworfen und diskutiert, in offener, freischweifender Form.

Der Eintritt ist frei.

Ort: Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich

Info: www.literaturhaus.ch

(dort kann man Karten reservieren)

Kommentar & Ergänzung:

Ich schicke diesem Veranstaltungshinweis ein paar Sätze nach, mit denen ich auszudrücken versuche, was mich an Albert Camus anspricht – womit ich aber nicht sagen will, dass ich ihn verstanden hätte……..

Mich spricht Albert Camus auf verschiedenen Ebenen an. Viele seiner Gedanken sind einfach philosophisch anregend. Seine Auseinandersetzung mit der Sinnfrage ist auch für den Umgang mit Krankheit relevant.

Darüber hinaus war er als Mensch politisch sehr engagiert, aber gleichzeitig offenbar erfreulich resistent gegen Dogmatismus. Er hat sowohl den Nationalsozialismus als auch den Stalinismus bekämpft – im Gegensatz zu Jean-Paul Sartre, welcher den Stalinismus zeitweise verteidigte.

Die antidogmatische Haltung zeigt sich beispielsweise in folgendem Camus-Zitat:

„Gibt es eine Partei der Leute,

die nicht sicher sind, recht zu haben?

Bei der bin ich Mitglied.“

Albert Camus war ein Denker, aber er ist nicht aus der Welt in die Abstraktion geflohen. Er hat sich mit allen Sinnen auf die Welt bzw. auf die Natur eingelassen – auf Sonne, Licht & Schatten, Meer, Steine, Wind. Denken und Sinnlichkeit unter einen Hut zu bringen, ist keine selbstverständliche Leistung.

Seine Naturmetaphorik vermenschlicht die Natur nie. Damit hebt sie sich angenehm ab von einem anthromorphisierenden, esoterischen Naturmystizismus der Gegenwart. Bei Camus existiert immer ein Erzähler, der diese Wahrnehmungen mit seinem Seelenleben verbindet und umformt und somit die Naturwahrnehmung interpretiert. Die Natur wird dadurch nicht “an sich” beschrieben, sondern immer durch den “Wahrnehmungsapparat” des Erzählers.

Mehr zu Leben und Werk von Albert Camus auf Wikipedia.

Radiobeitrag auf NDR zu Albert Camus:

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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