Der Agronom und Insektenforscher Hans Rudolf Herren bekommt für sein Engagement, die biologische Schädlingsbekämpfung und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern den alternativen Nobelpreis. Dieser Preis wird jährlich verliehen und zeichnet Menschen oder Initiativen aus, welche Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und umsetzen.

Hans Rudolf Herren ist der erste Schweizer, welcher nun für sein Lebenswerk mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wird. Ein bedeutender Meilenstein in seiner Karriere war die biologische Bekämpfung der Maniokschmierlaus in Afrika.

Schlupfwespe bekämpft Maniok-Schmierlaus

Die Maniok-Ernten waren in Afrika in den 70er Jahren durch eine eingeschleppte und feindlose Schmierlaus bedroht. Der danach folgende grossflächige Einsatz von giftigen Chemikalien konnte die Verbreitung der Laus nicht stoppen. Die Maniokversorgung von mehreren Millionen Menschen war in grosser Gefahr. Hans Rudolf Herren fand eine Wespenart aus Paraguay, welche die Schmierlaus parasitär befällt und tötet, ohne dabei selbst zur Plage zu werden. Durch eine der gross angelegte Freisetzungskampagnen mit 1.6 Millionen Wespen konnte sich ein biologisches Gleichgewicht zwischen Wespe und Schmierlaus einstellen und damit die Maniokernte sicher gestellt werden.

Mit seiner 1998 gegründeten Stiftung Biovision fördert Herren die biologische Schädlingsbekämpfung und ökologische Landwirtschaft in Afrika und will damit gegen Armut, Hunger und Krankheiten vorgehen.

Neben Hans Rudolf Herren bekamen Paul Walker (USA), Raji Sourani (Palästina) und Denis Mukwege (Demokratische Republik Kongo) ebenfalls den alternativen Nobelpreis für ihre unterschiedlichen Engagements.

Quelle:

http://naturschutz.ch

Kommentar & Ergänzung:

Die Stiftung Biovision setzt Projekte um in Kenia, Äthiopien Tansania und Uganda.

„Biovision setzt seine Mittel in Projekten ein, die durch vermehrte Anwendung von ökologischen Methoden zur Gesundheitsförderung und Schädlingsbekämpfung zum Ziel führen. Dadurch können die Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsregionen nachhaltig verbessert und die Umwelt als natürliche Lebensgrundlage geschützt werden.“

Quelle:  http://www.biovision.ch

Die Strategie der Biovision löst nicht jedes Problem in Afrika. Dieser ökologische Ansatz ist aber sehr spannend.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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