Dass die dreisten Lügen des emeritierten KGB-Agenten Wladimir Putin und seines Aussen- und Progagandaministers Sergei Lawrow entlarvt werden ist auch das Verdienst von mutigen Russinnen und Russen, die trotz aller Repression über in der Ukraine gefallene russische Soldaten berichten. Chapeau!

Die NZZ hat darüber gerate einen eindrücklichen Artikel publiziert:

„Der russische Fernsehsender Doschd hat eine eigene Website mit dem Titel «Unsere Soldaten» aufgeschaltet, um die Namen der in der Ostukraine gefallenen, gefangengenommenen oder vermissten russischen Soldaten aufzulisten. Die bis anhin aufgeführten Soldaten gehören sieben verschiedenen Kampfverbänden an. Auch dies deutet darauf hin, dass die russische Armee mit beachtlichen Kräften in der Ostukraine agiert.“

Der Lokaljournalist und Politiker Lew Schlosberg erfuhr über Soziale Medien von der Beerdigung der gefallenen Fallschirmjäger Leonid Kitschatkin und Aleksandr Osipow, fotografierte die Gräber, schrieb einen Artikel darüber und wurde wenige Tage später auf dem Heimweg von Unbekannten brutal zusammengeschlagen. Auch auf andere Journalisten, die in diesem Zusammenhang recherchierten, gab es Angriffe. Ein Kamerateam von Doschd wurde auf der Suche nach weiteren Gräbern in der Gegend von kräftigen jungen Männern attackiert.

Zum ganzen Artikel der NZZ: Russlands totgeschwiegener Krieg

Ebenso mutig: Die Vereinigungen der Soldatenmütter und ihre Vorsitzenden wie Ella Poljakowa und Valentina Melnikowa. Vor denen hat Putin so viel Schiss, dass sie vom Justizdepartement als „ausländische Agenten“ eingestuft wurden, damit ihr Zugang zu Armeeinformationen eingeschränkt werden kann.

Tages-Anzeiger: “Bis zu 15 000 russische Soldaten wurden in die Ukraine geschickt”

Und wie konnte es in Russland so weit kommen?

Einen sehr informativen Hintergrundtext dazu hat Sergej Lebedew geschrieben. Der Autor und Journalist gehört ebenfalls zu den mutigen Russen. Der Text ist publiziert worden in der Süddeutschen und im sehr interessanten Osteuropamagazin Ostpol

Mich beschäftigt zur Zeit, wie man diese mutigen Russinnen und Russen unterstützen könnte. Bei Sergej Lebedew könnte man seinen ersten Roman kaufen: „Der Himmel auf ihren Schultern“, über den Umgang mit der Stalinzeit in Russland. Hier die Besprechung auf Spiegel online.

Und was sagt eigentlich Putin-Freund Gerhard Schröder zum Feldzug seines Spezis? Lange nichts mehr gehört. Ist der abgetaucht?

Ausserdem:

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

 

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