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BfArM warnt erneut vor Miracle Mineral Supplement (MMS)

Naturheilkunde-Debatte

Avatar-FotoMartin Koradi30.03.2015

Das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) hat seine Warnung erneuert und verschärft: MMS, das angeblich gegen Aids, Krebs, Herpes, Malaria, Demenz und vieles andere mehr helfen soll, wurde als bedenkliches, nicht zugelassenes Arzneimittel eingestuft. Damit ist der Verkauf von MMS in Deutschland ab sofort illegal.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die «Miracle Mineral Supplement»-Produkte MMS und MMS2 der Firma Luxusline Ltd. als zulassungspflichtige Arzneimittel eingestuft. Zudem bewertet es diese Produkte als bedenklich, weil der begründete Verdacht bestehe, dass sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen haben, die über ein vertretbares Maß hinausgehen.

Das BfArM warnte schon im vergangenen Jahr vor Natriumchlorit-Produkten, die in der Regel über das Internet als Miracle Mineral Supplement zur Heilung von Krebs, Malaria, chronischen Infektionen und weiteren schwerwiegenden Krankheiten beworben werden. Mit der aktuellen Einstufung bestätigt das BfArM seine kritische Haltung zum Vertrieb und der Anwendung dieser Produkte.

Als bedenklich nach § 5 Arzneimittelgesetz sind die beiden Produkte laut BfArM deshalb einzustufen, weil mit der Einnahme schädliche Wirkungen verbunden sind, die über ein vertretbares Maß hinausgehen.

MMS enthält die Chemikalie Natriumchlorit in einer Lösung von 28 Prozent, MMS2 Calciumhypochlorit 70 Prozent in Kapseln. Die beiden Produkte werden kombiniert mit einer «Aktivator»-Zitronensäurelösung 10 Prozent zur Trinkwasseraufbereitung in den Handel gebracht. Durch die Reaktion von MMS mit der sogenannten Aktivatorlösung, also von Natriumchlorit und Zitronensäure, entwickelt sich Chlordioxid, ein giftiges Gas mit stechendem, chlorähnlichem Geruch. Chlordioxid wird als Bleichmittel von Papier und zur Desinfektion von Trinkwasser verwendet und kann schwere Verätzungen der Haut sowie schwere Augenschäden auslösen.

Den Giftnotrufzentralen liegen laut Angaben des BfArM Fälle von Erbrechen, Atemstörungen und Hautverätzungen bei der Einnahme von MMS vor.

Behörden in Amerika, Kanada, Frankreich und Deutschland warnen immer wieder vor MMS, weil nach Einnahme dieser Präparate unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, Nierenversagen, Verätzungen der Speiseröhre sowie Atemstörungen durch Schäden an roten Blutkörperchen beobachtet wurden.

Quellen:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=56643

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/mms-bfarm-stuft-es-nach-zulassung-als-bedenklich-ein-a-1017455.html#ref=plista

 

Kommentar & Ergänzung:

Auch diese Warnung wird die MMS-Gemeinde nicht von ihrem Wundermittel abbringen.

Das Märchen vom simplen Heilmittel, das fast alle Krankheiten besiegt, ist einfach viel zu schön. Dazu kommt dann noch die Opferlegende vom grossartigen menschenfreundlichen Wundermittel, das von der bösen Pharma-Lobby unterdrückt wird.

Natürlich treten die erwähnten Vergiftungserscheinungen nur bei einer kleinen Minderheit der Anwenderinnen und Anwender auf.

Ich selber bin allerdings auch schon von Leuten kontaktiert worden, die von erheblichen Reizwirkungen nach MMS-Anwendung berichtet haben.

Mir ist es gerade als ehemaligem Drogisten ein Rätsel, wie man sich freiwillig Chlorgas aussetzen und das auch noch für gesund halten kann.

Am eindrücklichsten ist aber, wie Leute daran glauben können, dass ein derart einfach gestricktes Produkt eine ganze Palette von sehr unterschiedlichen schweren Krankheiten heilen kann.

Auf diesen Post werden wieder – wie beim Thema MMS üblich – eine Reihe von gehässigen Kommentaren von MMS-Anhängerinnen und –anhängern eintrudeln, die oft gipfeln in der sehr investigativen Frage „Wie viel zahlt dir die Pharmaindustrie für diesen Hetzartikel?“ – Darum hier gleich prophylaktisch der Hinweis: Nein, ich bin nicht von der Pharma-Lobby bezahlt – und Kommentare dieser Art werden umstandslos gelöscht.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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