Die Lavendelölkapseln Lasea sind schon einige Jahre auf dem Markt und werden bei Ängstlichkeit und Unruhe eingesetzt. Seit 2018 sind nun Lavendelölkapseln auch unter dem Namen Laitea im Handel. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist das eher verwirrend, weil ihnen in der Regel nicht klar ist, worin der Unterschied zwischen den beiden Präparaten besteht.

 

Vom Inhalt her besteht nämlich gar kein Unterschied. Lasea und Laitea enthalten beide pro Kapsel 80 mg standardisiertes Lavendelöl aus Lavandula angustifolia, das auch die Bezeichnungen Silexan und WS 1265 trägt. Als wichtige Wirkstoffe dieses ätherischen Lavendelöls gelten vor allem Linalool und Linalylacetat.

Beide Lavendelöl-Kapseln sind also von den Wirkstoffen her identisch. Beide sind zudem rezeptfrei erhältlich.

Der einzige Unterschied:

Lasea zahlt man in jedem Fall selber.

Laitea kann man auch selber in der Apotheke oder Drogerie kaufen. Wird es allerdings von einem Arzt oder einer Ärztin verschrieben, zahlt es die Krankenkasse aus der Grundversicherung.

Hier weitere Informationen zu Lasea Lavendelölkapseln:

Lavendelöl-Präparat (Lasea®) bei Ängstlichkeit und Unruhe – jetzt auch in der Schweiz zugelassen

Lavendelöl-Extrakt verursacht keine Entzugssymptome beim Absetzen

Lavendelöl-Präparat bei Angststörungen

Lavendelöl-Kapseln reduzieren Angst bei Depressionen (Fallstudie) 

Studie bestätigt Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln (Lasea®) bei Angststörungen

Studie: Lavendelöl lindert Angststörungen

Arznei-Telegramm kritisiert Lavendelöl-Präparat Lasea

BfArM wehrt sich gegen Kritik an der Zulassung des Lavendelöl-Präparats Lasea

Bei leichteren Fällen von Ängstlichkeit und Unruhe sind ist die Lavendelöl-Kapsel (Lasea / Laitea) eine prüfenswerte Option. Mehrere Studien konnten eine Wirksamkeit zeigen und das Präparat hat gegenüber oft zu locker verschriebenen Benzodiazepinen den grossen Vorteil, dass es nicht abhängig macht. Andererseits ist aber auch die Kritik des „Arzneitelegramms“ bedenkenswert, dass mit der nicht klar von etablierten Angsterkrankungen abgrenzbaren Indikation eine Medikalisierung von Befindlichkeitsstörungen begünstigt werde, die bislang nicht als behandlungsbedürftige Erkrankungen gelten.

Das „Arzneitelegramm“ wendet auch ein, dass die Belege zur Wirksamkeit des Präparats auf methodisch zweifelhaften Studien basieren.

Ich selber halte die Lavendelöl-Kapseln im manchen Fällen durchaus für sinnvoll. Aber es ist auch wichtig daran zu denken, dass bei Ängstlichkeit und Unruhe in erster Linie nichtmedikamentöse Bewältigungsstrategien im Vordergrund stehen sollten.

Wer sich für Wirkstoffe und Heilpflanzen-Anwendungen interessiert, kann dazu fundiertes Wissen erwerben in meinen Lehrgängen, dem Heilpflanzen-Seminar und der Phytotherapie-Ausbildung.