Verlagsbeschreibung

Haltung ist wieder ein öffentliches Thema, es wird danach gefragt, gar gerufen. Offenbar fehlt es daran. Menschen, die Haltung zeigen, Journalisten, Politiker, Whistleblower, werden dafür gelobt und geliked. Oder je nach dem auch angefeindet. Aber was ist das eigentlich: Haltung? Seit Anja Reschke immer wieder attestiert wird, Haltung zu zeigen, denkt sie darüber nach. In diesem Buch gibt sie Denkanstöße und auch ganz persönliche Antworten: über den Zusammenhang von äußerer und innerer Haltung, den Unterschied von Haltung, Meinung und Starrsinn, die persönliche und gesellschaftliche Bedeutung von Haltung, ob Journalisten Haltung zeigen sollen und darüber, was Haltung mit Mut zu tun hat. Ein Thema, das uns alle angeht.

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Zur Autorin Anja Reschke

Anja Reschke ist Journalistin. Seit 2001 moderiert sie das ARD-Magazin Panorama und das NDR Medienmagazin ZAPP. Außerdem präsentiert sie kurze Einblicke in die Welt der Forschung bei Wissen vor acht – Zukunft in der ARD. 2015 wurde sie Leiterin der Abteilung Innenpolitik beim NDR, zu der auch Panorama und Zapp gehören. Sie sprach 2015 einen vielbeachteten Tagesthemen-Kommentar gegen Fremdenhass und wurde Journalistin des Jahres. 2016 wurde sie für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. 2018 wurde sie mit dem Hanns Joachim Friedrichs Preis ausgezeichnet für «Haltung ohne Arroganz, Toleranz ohne Beliebigkeit und Stehvermögen ohne Sturheit.»

Kommentar von Martin Koradi

Dieses kleine Buch “Haltung zeigen” ist gut zu lesen und lädt zum Nachdenken ein. Die Ausführungen zum Unterschied von Haltung, Meinung und Starrsinn, sowie zur Bedeutung der Haltung im Journalismus fand ich interessant. Anja Reschke reflektiert in dem Bändchen aber auch ihre persönliche Erfahrung rund um ihren mutigen Kommentar in den Tagesthemen. Obwohl dies ihre persönlichen Erfahungen sind, geht deren Bedeutung  darüber hinaus und geht uns alle an.

Anja Reschke schliesst mit folgenden Worten:

„Ich habe gelernt, dass man sich nicht einfach darauf verlassen kann, dass alles so bleibt, wie es ist. Dass ein stabiles Land, in dem Menschen in Sicherheit leben, in dem Minderheiten Schutz geniessen, in dem man frei seine Meinung sagen kann, in dem man frei seine Religion ausüben kann, dass all das keine Selbstverständlichkeit ist. Zivilisatorische Errungenschaften haben Jahrhunderte gedauert. Aber mit einem Schnipp, einem Gesetz, einem Dekret können sie dahin sein.

Es kommt nicht auf die an, die laut schreien, die pöbeln und hetzen. Es kommt auf die anderen an, die Gesellschaft, die Mehrheit. Die, die Haltung zeigen muss. DIE Gesellschaft, das sind wir. Jeder Einzelne von uns.“

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Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.