Schmetterlinge sind wohl die beliebtesten Insekten. Viele Schmetterlingsarten sind aber bedroht, hauptsächlich durch Zerstörung ihrer Lebensräume. Um ihre Existenzgrundlage zu sichern, braucht es hauptsächlich politische Massnahmen.

Ein Stück weit können aber auch alle Menschen direkt Schmetterlinge fördern durch Verbesserung ihrer Nahrungsgrundlagen.

Während Raupen an Blättern, Blüten, Zweigen, Holz oder Wurzeln fressen, ernähren sich Schmetterlinge hauptsächlich von Nektar. Sie benutzen ihren langen, meist eingerollten Rüssel, um die zuckerhaltige Flüssigkeit aus den Blütenkelchen zu saugen. Bei dieser Gelegenheit werden sie mit Blütenstaub eingepudert. Zahlreiche Falter sind durch ihre Rüssellänge an eine bestimmte Blütenart angepasst. So wird für die Pflanze sichergestellt, dass der Falter, wenn er von Blüte zu Blüte fliegt, den Pollen nur auf gleichartige Blüten trägt und deren Bestäubung gewährleistet. Auch zahlreiche Raupen fressen ausschließlich an einer Pflanzenart.

Nachfolgend eine Liste mit Futterpflanzen für Schmetterlinge und eine Liste mit Futterpflanzen für Raupen (Quelle: http://www.bund.net)

Nektarpflanzen für Falter

Bartblume (Caryopteris)

Blaukissen (Aubrietia)

Disteln – zahlreiche Arten und Gartenformen, auch Kugeldistel (Echinops) und Edeldistel (Eryngium)

Fetthenne (Sedum telephium)

Herbstaster (Aster novae-angliae)

Judastaler (Lunaria)

Lavendel (Lavandula)

Phlox

Prachtscharte (Liatris)

Sommerflieder (Buddleja)

Steinkraut (Alyssum)

Thymian (Thymus)

Fraßpflanzen für Raupen

Ampfer (Rumex): Dukatenfalter, Feuerfalter

Brennnessel (Urtica): Tagpfauenauge, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Admiral, Landkärtchen

Brombeere (Rubus): Kaisermantel, Brombeerzipfelfalter, Perlmutterfalter

Disteln (Carduus, Cirsium u.a.): Distelfalter, Admiral

Doldenblütler (Apiaceae) – z.B. Fenchel, Dill, Wilde Möhre, Möhre: Schwalbenschwanz

Faulbaum (Rhamnus): Zitronenfalter

Fetthenne (Sedum telephium): Apollo

Flockenblumen (Centaurea): Scheckenfalter

Geißblatt (Lonicera): Kleiner Eisvogel

Ginster (Genista): Bläulinge, Brombeerzipfelfalter

Gräser – z.B. Knäuelgras, Lolch, Pfeifengras, Rispengras, Schmiele, Schwingel, Trespe: verschiedene Augenfalter und Dickkopffalter

Habichtskraut (Hieracium): Scheckenfalter

Himbeere (Rubus): Kaisermantel, Perlmuttfalter, Brombeerzipfelfalter

Hopfen (Humulus): Tagpfauenauge

Kreuzblütler (Brassicaceae) – z.B. Ackersenf, Kohl, Kresse, Raps, Rüben, Judastaler: Weißlinge, Resedafalter, Aurorafalter

Kronwicke (Coronilla): Heufalter, Bläulinge

Lauchkraut (Alliaria): Weißlinge

Natterkopf (Echium): Distelfalter

Phlox: Aurorafalter

Platterbse (Lathyrus): Bläulinge

Schmetterlingsblütler (Fabaceae) – z.B. Goldregen, Klee, Luzerne, Platterbse, Wicke: Senfweißling, Bläulinge, Postillon

Thymian (Thymus): Bläulinge

Veilchen (Viola): Kaisermantel, Perlmuttfalter

Wegerich (Plantago): Scheckenfalter, Kleiner Maivogel, Feuerfalter

Weg-Rauke (Sisymbrium): Weißlinge, Aurorafalter

Weide (Salix): Schillerfalter, Trauermantel, Großer Fuchs

Weißdorn (Crataegus): Segelfalter, Baumweißling

Wicke (Vicia): Heufalter, Senfweißling

Roter Wiesenklee (Trifolium pratense): Waldbläuling

Zitterpappel (Populus tremula): Großer Eisvogel

Kommentar & Ergänzung:

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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