Charakteristische äußere Anwendungsformen der Phytotherapie bei Husten sind Inhalationen, Brustsalben und Erkältungsbäder. Für Inhalationen verwendet werden Kamillenblüten (Matricariae flos) bzw. Kamillenöl, aber auch Latschenkieferöl, Eukalyptusöl oder Campher. Die drei letztgenannten ätherischen Öle, aber auch Pfefferminzöl, Fichtennadelöl und Kiefernnadelöl sind enthalten in Brustsalben und Erkältungsbalsamen. Dünne Einreibungen mit solchen Präparaten über dem Brustbein und zwischen den Schulterblättern wirken rasch und zuverlässig. Als Nebenwirkungen treten manchmal Hautreizungen auf. Wegen des Kratschmerreflexes sollen bei Kleinkindern bis zwei Jahren ätherische Öle nicht in Gesichtsnähe eingesetzt werden.
Quelle:
https://www.springermedizin.de/phytotherapie-bei-husten/217038.html
Kommentar & Ergänzung:
Bei Kindern unter sechs Jahren sollte man sicherheitshalber keine Erkältungssalben mit Menthol oder Campher anwenden.
Siehe auch:
Woraus bestehen Erkältungssalben?
Bei Pseudokruppanfall keine Erkältungssalben und ätherischen Öle
Was ist Kampfer? Welche Wirkung hat Kampfer?
Erkältungssalbe hilft Kindern mit Infekten
Erkältung beim Kind nicht mit Eukalyptusöl behandeln
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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