Weshalb trinken zahlreiche Raucher massenweise Kaffee? Wie beeinflusst die Antibaby-Pille den Koffeinabbau? Und was geschieht mit Koffein bei Schwangeren? Hier ein paar interessante Informationen rund um das beliebte Genussmittel.

Kaffee weckt die Lebensgeister. Ob man ihn nun genüsslich geschlürft oder hastig heruntergestürzt – die anregende Wirkung des Koffeins setzt eigentlich bei allen schnell ein. 15 bis 120 Minuten nach der Einnahme finden sich im Blutplasma die höchsten Koffeinkonzentrationen. Beim Abbau des Koffeins sieht es schon ganz und gar nicht mehr so einheitlich aus.

Die normale Halbwertszeit des stimulierenden Stoffes liegt bei Jugendlichen und Erwachsenen zwischen 2,5 und 4,5 Stunden. Bei Rauchern jedoch ist diese Spanne zum Beispiel um 30 bis 50 Prozent kürzer. Das erklärt, weshalb zahlreiche Nikotinsüchtige so oft zur Kaffeetasse greifen.

Frauen, die mit Pille verhüten, erleben gegenteilige Wirkungen. Bei ihnen kann es doppelt so lange wie üblich dauern, bis die halbe Koffeindosis abgebaut ist. Die Koffein-Effekte halten dann entsprechend länger an. Auch während der Schwangerschaft kann der Koffeinabbau verlangsamt sein. Im letzten Trimenon sind Koffein-Halbwertszeiten bis zu 15 Stunden möglich. Auf Extremwerte von bis zu 100 Stunden steigt die Halbwertszeit bei Säuglingen und Kleinkindern.

Bitterschokolade macht wach wie Kaffee

Übrigens: Wer Kaffee nicht mag oder verträgt, jedoch trotzdem nicht auf die anregende Koffeinwirkung verzichten will, kann eine – wenngleich figurunfreundliche – Alternative wählen. Eine Tafel Halbbitterschokolade enthält eine vergleichbare Menge des Alkaloids Koffein (50 bis 100 mg) wie eine Tasse Kaffee.

Quellen:

Kaffee: Wirkungen auf die Gesundheit. Was sagt die Wissenschaft?“, Broschüre des Deutschen Grünen Kreuzes, 2. Auflage 2010

http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=104455&dspaid=876441

Kommentar & Ergänzung:

Koffein ist eine Substanz mit sehr spannenden pharmakologischen Wirkungen.

Die zum Teil sehr langen Abbauzeiten vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren werden aber oft zuwenig beachtet.

Und statt von Kaffee auf Halbbitterschokolade umzusteigen, wäre auch der Grüntee oder Schwarztee eine (figurfreundlichere) Alternative.

Aber (dunkle) Schokolade scheint ja wirklich gesund zu sein:

Schokolade schützt Patienten nach Herzinfarkt

Kakao mit Flavanol günstig für Herzkrankgefässe

Dunkle Schokolade sättigt stärker

Zu Koffein und Kaffee siehe auch:

Hohe Koffein-Mengen im Espresso bergen Risiko in der Schwangerschaft

Beugt Kaffee Depressionen vor?

Kaffee: Schutz gegen Demenz durch Wachstumsfaktor gcsf

Parkinson: Koffein als Neuroprotektivum?

Kaffee bei unerfülltem Kinderwunsch

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Studie: Koffein ungeeignet für Kinder

Kaffee soll Leberkrebs vorbeugen

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Kopfschmerzen nach Koffeinentzug

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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