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Kakao verbessert Sehschärfe und Kontrastwahrnehmung – kurzfristig jedenfalls

Zwei Stunden nach dem Verzehr von dunkler Schokolade verbessern sich kurzfristig Sehschärfe und Kontrastwahrnehmung.

Vor allem die dunkle und damit kakaoreiche Schokolade soll  das Herz-Kreislauf-System günstig beeinflussen.

An der School of Optometry, einer katholischen Privatuniversität in San Antonio, Texas, haben Jeff Rabin und seine Kollegen nun einen weiteren Vorzug entdeckt und in der Fachzeitschrift »JAMA Ophthalmology« bekannt gemacht: Der Verzehr von dunkler Schokolade soll das Sehvermögen verbessern. Die Wissenschaftler verabreichten an 30 Teilnehmer Bitterschokolade und unterzogen sie zwei Stunden später einem Sehtest. Verglichen mit einer Kontrollgruppe, die weniger kakaohaltige Milchschokolade bekam, verbesserte sich ihre Sehschärfe um 4 Prozent und ihre Kontrastwahrnehmung um 5 bis 15 Prozent.

Für diesen Effekt könnten laut dem Artikel Flavonole verantwortlich sein, eine bestimmte Art von sekundären Pflanzenstoffen, die im Kakao reichlich vorhanden sind. Flavonole könnten die Gefäße erweitern und somit die Durchblutung der Netzhaut und des visuellen Kortex anregen. Möglicherweise kann also Kakao dank der besseren Versorgung der Augen und des Gehirns mit Glukose und Sauerstoff die eingehenden Signale besser verarbeiten.

Der positive Effekt ist zwar signifikant, aber schwach und er verschwindet wahrscheinlich recht bald, weil Flavonole rasch abgebaut werden. »Weitere Experimente werden nötig sein, um die Dauer dieser Effekte und ihren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit im Alltag zu bestimmen«, schreiben die Wissenschaftler.

Quelle:

https://www.spektrum.de/news/kakao-schaerft-den-blick/1580742

https://jamanetwork.com/journals/jamaophthalmology/article-abstract/2678792

 

Kommentar & Ergänzung:

In der Regel werden für die Herz-Kreislauf-Wirkung des Kakaos Flavanole verantwortlich gemacht, insbesondere Epicatechin, Catechin und Procyanidin. Ich frage mich, ob in dem referierten Artikel nicht etwas verwechselt wurde, wenn von Flavonolen die Rede ist.

Flavonoide, die Wirkstoffgruppe, zu der Flavonole und Flavonole zählen, werden aber im Organismus grundsätzlich rasch abgebaut und ausgeschieden. Das ist wohl mit ein Grund dafür, dass  sie in der Regel gut verträglich sind. Es bedeutet aber auch, dass regelmässig verhältnissmässig hohe Dosen zugeführt werden müssen, um eine kontinuierliche Wirkung zu bekommen.

Leider steht weder im referierten Artikel noch im Abstract der Originalpublikation, wieviel Schokolade in Gramm pro Tag die Testpersonen bekommen haben und wieviel Flavonoiden das entsprach. Es ist nur von einem Riegel die Rede.

Solche Angaben sind wichtig, um einschätzen zu können, ob es überhaupt realistisch ist, diese Menge jeden Tag über lange Zeit zu konsumieren.

Eine Metaanalyse aus Melbourne hat zudem gezeigt, dass Kakao zwar eine geringfügige Blutdrucksenkung bewirkt. Dieser Effekt zeigte sich jedoch nur innerhalb von zwei Wochen, nicht aber in Studien von längerer Dauer.

Siehe dazu:

Metastudie: Kakao gegen Bluthochdruck

Grundsätzlich dürfte jedoch einfach gesund sein, Flavonoide als Bestandteil einer vielfältigen Ernährung in den Alltag einzubauen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten.

Flavonoidreiche Nahrungsmittel sind zum Beispiel:

Äpfel (vor allem die Schalen)

Blaue und rote Beeren (Heidelbeeren, Brombeeren, Aronia, Schwarze Johannisbeeren, Schwarzer Holunder, Himbeeren etc.). Sie enthalten Anthocyane, eine Untergruppe der Flavonoide).

Aubergine, Blaue Kartoffel (sie enthalten ebenfalls Anthocyane).

Eine gute Mischung flavonoidreicher Nahrungsmittel ist bestimmt gesünder als der Konsum von Dunkler Schokolade in grossen Mengen. Was aber nicht dagegen spricht, ab und zu auch Dunkle Schokolade als Flavonoidquelle zu nutzen. Je höher der Kakaogehalt der Schokolade ist, desto besser.

Darüber hinaus gibt es viele Heilpflanzen, deren Wirkung mit dem Gehalt an Flavonoiden in Zusammenhang gebracht wird.

Zum Beispiel Ginkgo-Extrakt, Mariendistelfrucht (Silymarin), Buchweizenkraut (Rutin), Weissdorn, Rotes Weinlaub, Grüntee.

Bei der Anwendung dieser Heilpflanzen stellt sich immer die Frage, in welcher Form (Kräutertee, Pflanzentinktur, Pflanzenextrakt) und in welcher Dosierung die Aufnahme einer ausreichenden Menge an Flavonoide gewährleistet werden kann.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

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Detox ist Unsinn

Detox ist nicht nur überflüssig. Es untergräbt auch das Vertrauen in unseren Körper.  Jeden Frühling schwappt eine Detoxwelle wieder durch’s Land. Früher sagte man zu diesen körperinternen Putzaktionen Engiftungskur oder Entschlackungskur. Aber Detox tönt überzeugender. Die Frauenzeitschrift „Annabelle“ hat Michael Ristow gefragt, was der grösste Unsinn an Detox sei:

„Detox findet im Körper prinzipiell immer statt, dafür gibt es Organe wie die Leber oder die Nieren – und die funktionieren sehr gut. Es ist ein Irrglaube zu denken, man könnte durch Wunderkuren diese Vorgänge im Körper aktivieren oder beschleunigen. Was man allerdings tun kann, ist, die Leber zu behindern, etwa mit Alkohol. Wenn die Leber damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen, kann sie sich nicht um andere Dinge kümmern, die sie abbauen sollte.“

Prof. Dr. Michael Ristow ist Arzt und Wissenschafter und als Professor für Energiestoffwechsel an der ETH Zürich tätig.

Quelle:

http://www.annabelle.ch/leben/gesundheit/«-detox-trend-aergert-mich-schon-sehr»-47732

Kommentar & Ergänzung:

Detox ist nicht nur überflüssig. Es untergräbt auch das Vertrauen in unseren Körper. Es missachtet die Arbeit von Leber und Nieren und redet uns ein, dass sie ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind.

Es gibt ernsthafte Lebererkrankungen und Nierenerkrankungen, bei denen die Funktion dieser Organe beeinträchtig ist oder gar versagt. Dann ist medizinische Hilfe nötig.

Aber gesunden Menschen einzureden, dass sie unbedingt Entgiftung und Entschlackung brauchen, ist nur ein gutes Geschäftsmodell.

Michael Ristow lässt im Annabelle-Interview im übrigen noch interessante Informationen einfliessen.

Er rät bei Obstsäften zur Vorsicht, da diese nicht nur gesunde Stoffe, sondern auch viel Zucker enthalten.  Ich würde empfehlen, Obstsäfte halb/halb mit Wasser zu verdünnen.

Auf die Frage, welches Obst er denn mit gutem Gewissen empfehlen könne, sagt Michael Ristow:

„Je kleiner die Frucht ist, desto gesünder ist sie. Das Gesunde im Obst steckt meist in der Schale und je mehr Schale, man bezogen aufs Gesamtvolumen isst, desto gesünder. Kleine Beeren oder allgemein alle kleinen Früchte, die rot, blau oder violett sind, kann ich empfehlen. Bei diesen Früchten ist die Chance höher, dass der ungünstige Zucker sich im Verhältnis zu den günstigen Polyphenolen lohnt. Polyphenolen sind nachweislich gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe, die in Früchten und im Gemüse enthalten sind.“

Aus phytotherapeutischer Sicht ist der Hinweis auf rote, blaue oder violette Beeren interessant. Hier handelt es sich um Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Anthocyane, einer Untergruppe der Flavonoide, die wiederum zu den Polyphenolen gehören.

Die wichtigste Heilpflanze mit Anthocyanen ist die Heidelbeere.

Auf die Heidelbeere weist Michael Ristow sogar speziell hin.

Anstelle von

«An apple a Day, keeps the Doctor away»

empfiehlt er „…eher 50 Blaubeeren a Day.“

Wobei aber leider die Blaubeeren / Heidelbeeren, die im Supermarkt verkauft werden, innen kaum blau sind und daher weniger Anthocyane enthalten als die „richtigen“, wildwachsenden Heidelbeeren.

Siehe dazu:

Heidelbeeren aus dem Supermarkt begtreffend Wirkstoffgehalt fragwürdig

Anthocyane sind Radikalfänger und hemmen Entzündungen. Eingeschränkt wird ihre Wirksamkeit aber oft durch stark eingeschränkte Aufnahme in den Organismus aus dem Verdauungstrakt.

Neben Heidelbeeren enthalten beispielsweise auch Himbeeren, Brombeeren, Schwarze Johannisbeeren, Auberginen (Schale), Aronia und Kirsche Anthocyane in relevanten Mengen. Man sollte diese Anthocyan-Quellen zwar nicht zu Wundermitteln hochjubeln, doch sind sie wertvolle Bestandteile einer vielfältigen Ernährung, wenn sie immer wieder mal auf den Speiseplan kommen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Können Flavonoide aus Rotwein, Heidelbeeren und Schwarztee vor Grippe schützen?

Das „Aerzteblatt“ schreibt über sehr interessante Studien, die sich mit Zusammenhängen zwischen der Darmflora und Grippe-Infektionen befassen.

So haben Studien zum Beispiel gezeigt, dass die Pathogenität von Grippe-Viren von der Darmflora beeinflusst wird (Pathogenität von pathogen = eine Krankheit verursachend).

Mäuse sterben häufiger an einer Grippe, wenn ihre Darmflora zuvor durch Antibiotika beseitigt wurde. Wissenschaftler der Washington University School of Medicine in St. Louis vermuten, dass die schützende Wirkung über das Immunsystem zustande kommt. Der Darm enthält die größte Ansammlung von Immunzellen im Organismus, und die Darmbakterien sind entscheidend daran beteiligt, die Abwehrzellen für ihre Aufgabe der Infektabwehr auszubilden. Dabei spielt die Aktivierung von Typ I-Interferonen eine bedeutende Rolle, die von verschiedenen Körperzellen als Reaktion auf Virusinfektionen gebildet werden.

Mäuse, die aufgrund eines Gendefekts verstärkt Typ I-Interferone bilden, zeigten in Experimenten eine erhöhte Resistenz gegen Grippe-Infektionen.

Eine ähnliche Schutzwirkung wie die Gene entfalteten in weiteren Untersuchungen Darmbakterien. Da diese Darmbakterien nicht die Lunge als Eintrittspforte der Grippe-Viren erreichenkönen, muss es eine vermittelnde Substanz geben, die den positiven Effekt bewirkt.

Die Wissenschaftler suchten daher systematisch nach Stoffwechselprodukten der Darmbakterien, die in der Lage sein könnten, die Produktion von Typ I-Interferonen zu erhöhen. Dabei stiessen sie auf Desaminotyrosin.

Das Darmbakterium Clostridium orbiscindens, ein Verwandter des gefürchteten Durchfallerregers Clostridium difficile, kann Desaminotyrosin bei der Verstoffwechselung von Flavonoiden aus Rotwein, Heidelbeeren oder bestimmten Teesorten herstellen.

Desaminotyrosin hat in tierexperimentellen Studien die Produktion von Typ I-Interferonen angeregt und Mäuse vor tödlichen Grippe-Infektionen geschützt. Die Studie wurde in Science (2017; 357: 498-502) publiziert und wirft ein neues Licht auf die Bedeutung der Darmflora für die Infektionsabwehr, auch wenn die klinische Bedeutung für die Humanmedizin offen bleiben muss.

Flavonoide sind eine Gruppe von Pflanzenfarbstoffen, die in unter anderem in Petersilie, Heidelbeeren, Schwarztee, Zitrusfrüchten und Rotwein enthalten sind.

Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass die orale Gabe von Desaminotyrosin Mäuse vor einer Grippe schützt. Die Substanz bewahrte die Mäuse vor einem sicheren Grippetod, der sie erwartete, wenn ihre Darmflora vor der Infektion durch einen Antbiotika-Cocktail aus Vancomycin, Neomycin, Ampicillin und Metronidazol eliminiert wurde. Das spricht dafür, dass Desaminoyrosin offenbar die Schutzwirkung der Darmflora vermittelt.

Es sind nur nur wenige Darmbakterien bekannt, die in der Lage sind, Flavonoide abzubauen. Dazu zählt Clostridium orbiscindens. Dieser normale Darmbewohner reagiert empfindlich auf die Antibiotika Vancomycin und Metronidazol, was erklären könnte, weshalb Antibiotika-Behandlungen (bei Mäusen) die Pathogenität einer Grippe steigern.

Welche Bedeutung diese Entdeckung für die klinische Medizin und damit für den Menschen hat, ist unklar.

Denkbar wäre die vorbeugende Behandlung mit Desaminotyrosin.

Tatsächlich überlebten Mäuse die für sie im Normalfall tödliche Grippe, wenn sie vorgängig eine Woche lang mit Desaminotyrosin behandelt wurden. Die Behandlung blieb wirkungslos, wenn die Behandlung erst zwei Tage nach der Infektion mit den Grippe-Viren begonnen wurde. Die Sterblichkeit war dann laut sogar erhöht. Eine andere Konsequenz aus diesen Erkenntnissen könnte die Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapien sein.

 

Allerdings fehlt es weitgehend an epidemiologischen Daten, die eine gesteigerte Anfälligkeit von Menschen für grippale Infekte nach Antibiotikatherapien zeigen. Eine vorbeugende Wirkung von Desaminotyrosin müsste zudem noch in klinischen Studien untersucht und bestätigt werden.

Das „Aerzteblatt“ schliesst mit der Bemerkung:

„Die Nutzen-Schadenbilanz von Rotwein dürfte eher negativ ausfallen. Gegen eine gesunde ausgewogene Ernährung mit anderen Flavonoid-haltigen Nahrungsmitteln dürfte nichts einzuwenden sein.“

 

Quelle:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Grippe%2FInfluenza?nid=77460

http://science.sciencemag.org/content/357/6350/498

 

Kommentar & Ergänzung:

Flavonoide gehören zur Gruppe der Polyphenole und sind eine sehr interessante Wirkstoffgruppe in der Phytotherapie. Über mögliche indirekte Wirkungen von Polyphenolen im Zusammenhang mit Verstoffwechselungsprozessen der Darmflora gibt es bereits einige Forschungsarbeiten.

Die hier präsentierten Forschungen zum Thema Grippeprophylaxe sind sehr spannend. Es zeigt sich dabei aber auch, dass diese Ergebnisse aus dem Labor und mit Mäusen noch sehr viele Fragen offen lassen, was eine wirksame Anwendung beim Menschen angeht.

Noch ist überhaupt nicht klar, ob Menschen von diesen Erkenntnissen profitieren, und falls das irgendwann der Fall sein sollte, wird wohl ein Pharmaprodukt auf der Basis von Desaminotyrosin daraus hervorgehen. Das lässt sich dann patentieren, wodurch die Forschungskosten wieder hereingespielt werden können. So funktionieren halt unsere Forschung und unsere Wirtschaft. Dass die Weinproduzenten eine klinische Studie mit Rotwein sponsern ist kaum anzunehmen.

Für die Phytotherapie scheint mir ein interessanter Punkt, dass Flavonoide über dieses Zusammenspiel mit der Darmflora eine ganz neue Kategorie von Wirkungen haben könnten. Auch unterstreichen diese Studien die grosse Bedeutung einer intakten Darmflora. Und dass flavonoidreiche Nahrungsmittel ein wichtiger Bestandteil einer vielfältigen Ernährung sind, wird durch diese Erkenntnisse erneut unterstrichen.

Beachtenswert sind dabei insbesondere die Anthocyane, eine Untergruppe der Flavonoide, die als blaue und rote Farbstoffe zum Beispiel in Beeren vorkommen (Heidelbeeren, Aroniabeeren, Schwarze Holunderbeeren, Schwarze Johannisbeern, Brombeeren, Himbeeren). Beiträge zum Thema „Anthocyane“ finden Sie, wenn Sie diesen Begriff als Suchwort oben rechts auf dieser Website ins Suchfeld eingeben.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Resveratrol bessert in Studie Hormonhaushalt bei Frauen mit Polyzystischem Ovar-Syndrom (PCOS)

Das Polyphenol Resveratrol kommt in Weintrauben und einer Reihe anderer Früchte vor. In einer kleinen randomisierten Studie verbesserte Resveratrol die Hormonwerte von Frauen mit Polyzystischem Ovar-Syndrom (PCOS) deutlich. Die Studie wurde publiziert im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (2016; doi: 10.1210/jc.2016-1858).

Das PCOS ist mit einer Prävalenz von 6 bis 18 Prozent eine häufige hormonelle Störung von Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. Prävalenz ist ein Begriff aus der Epidemiologie der aussagt, welcher Anteil der Menschen einer bestimmten Gruppe (Population) zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Krankheit erkrankt ist.

Die meist übergewichtigen Frauen leiden an Zyklusstörungen mit seltener bis ganz ausbleibender Periode und klagen über einen Hirsutismus oder andere Androgenisierungserscheinungen wie Hautunreinheiten oder fettiges Haar. Bei vielen betroffenen Frauen liegt eine Insulinresistenz vor, wodurch das Diabetesrisiko ansteigt. Erhöhte Lipidwerte und Entzündungsparameter wie CRP weisen auf ein gesteigertes kardiovaskuläres Risiko hin.

Die Ursache des PCOS ist nicht genau bekannt. Eine gesteigerte Bildung von männlichen Geschlechtshormonen im Eierstock und auch in den Nebennieren ist ein gemeinsamer Faktor. Eine Therapie mit Antiandrogenen ist in der Regel nicht akzeptabel, und zahlreiche Frauen lehnen auch die Einnahme vTestosteron,Progesteron,klinische Studie,Placebo,on hormonellen Kontrazeptiva ab, von denen eine gute Wirkung erwartet werden kann.

Wissenschaftler der Medizinischen Universität Posen entdeckten bei Experimenten an Thekazellen des Eierstocks, dass Resveratrol die Bildung von Testosteron (nicht jedoch von Progesteron) vermindern kann.

Darum wurde in Kooperation mit Endokrinologen der Universität von Kalifornien in San Diego eine erste klinische Studie durchgeführt, an der in Posen total 30 Frauen mit einem PCOS (nach den Rotterdam-Kriterien) teilnahmen.

Die Probandinnen schluckten über einen Zeitraum von drei Monaten täglich eine Kapsel, die bei der Hälfte der Frauen das Resveratrol-Supplement eines amerikanischen Produzenten und bei der anderen Hälfte ein Placebo enthielt.

Als primärer Endpunkt der Studie legten die Forscher das Gesamt-Testosteron im Serum fest.

Die Wissenschaftler berichten hier von einem deutlichen Rückgang um 23,1 Prozent, während in der Placebo-Gruppe ein Anstieg um 2,9 Prozent gemessen wurde. Resveratrol verminderte nicht nur die Androgenproduktion im Eierstock. Auch die Variante DHEAS (Dehydroepiandrosteron-Sulfat), die hauptsächlich in den Nebennieren heergestellt wird, wurde um 22,2 Prozent vermindert, während sich dieser Wert in der Placebo-Gruppe um 10,5 Prozent erhöhte.

Darüber hinaus kam es zu einer Reduktion der Insulinkonzentration im Serum um 31,8 Prozent. Beim „Insulin Sensitivity Index“ zeigte sich eine Verbesserung um 66,3 Prozent. Die Resveratrol-Supplemente wurden gut vertragen, bis auf zwei Frauen, bei denen vorübergehende Sensibilitätsstörungen auftraten.

Aus den guten Resultaten lässt sich ableiten, dass die Durchführung weitergehender klinischer Studien gerechtfertigt wäre, um einen medizinischen Nutzen von Resveratrol beim PCOS zweifelsfrei zu belegen.

Dass solche grösseren Studien durchgeführt werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Der US-Produzent vertreibt sein Resveratrol-Präparat als Nahrungsergänzungsmittel. Daher muss er für dieses Produkt keine Wirksamkeit belegen und deshalb auch keine aufwendigen und teuren Studien vorlegen. Er darf für sein Nahrungsergänzungsmittel aber auch nicht die Behauptung verbreiten, dass es einen klinischen Nutzen bei PCOS habe.

Nur wenn der Hersteller diese Aussage machen will, wird sein Produkt als Arzneimittel zulassungspflichtig und eine grosse Phase 3-Studie mit positivem Ergebnis unverzichtbar.

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71010/PCOS-Resveratrol-bessert-Hormonhaushalt-in-Studie

http://press.endocrine.org/doi/pdf/10.1210/jc.2016-1858

 

Kommentar & Ergänzung:

Resveratrol gehört zu den Polyphenolen und kommt in relativ grossen Mengen in der Haut von roten Weintrauben vor, aber auch in Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen, Erdnüssen und im Japanischen Staudenknöterich, der bei uns als Neophyt Probleme bereitet.

Resveratrol wird diskutiert und erforscht als Antioxidans, Krebsmittel, Anti-Aging-Mittel, Phytoöstrogen. Um die Substanz ist in den letzten Jahren ein gewisser Hype entstanden, was immer eine gewisse Vorsicht in der Bewertung nahelegt. So sind zum Beispiel die Wirkungen gegen Krebs vor allem im Labor an Krebszellen festgestellt worden. Untersuchungen an Krebspatienten, die eine erfolgreiche Anwendung von Resveratrol gegen Tumore belegen könnten, existieren jedoch keine.

PCOS als Forschungsbereich für eine mögliche Anwendung von Resveratrol ist mir neu. Die gemessene Reduktion des Testosteronspiegels ist interessant und könnte für weitere Anwendungsbereiche in Frage kommen.

Die Studie ist mit total 30 Frauen allerdings sehr klein und kann eine Wirksamkeit nicht sicher belegen. Das wird den Hersteller des Nahrungsergänzungsmittels nicht davon abhalten, sie in seine Marketingbemühungen einzubinden.

Die Tagesdosis betrug in der Studie 1500mg Resveratrol in einer Kapsel.

Der Text spricht ein wichtiges Problem pflanzlicher Naturheilmittel an. Werden sie als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, braucht es dazu keinen Wirksamkeitsnachweis. Damit entfällt für die Hersteller meistens auch die Motivation, grosse, beweisende Phase-3-Studien durchzuführen. Ich selber bin nicht strikt gegen die Vermarktung pflanzlicher Präparate als Nahrungsergänzungsmittel. Ich ziehe aber Hersteller von, die ihre Präparate als Arzneimittel anmelden und auch die entsprechenden Phase-3-Studien durchführen. Diesen Forschungsaufwand gilt es meines Erachtens wertzuschätzen. Das ist aber auch aus Kostengründen für viele Firmen nicht zu stemmen.

Eine Phase-3-Studie lohnt sich für den Hersteller auch nicht, weil Resveratrol als Naturstoff nicht patentierbar ist. Die Forschungskosten lassen sich nicht auf den Produktpreis schlagen, weil jeder Konkurrent die Forschungsergebnisse auch für sich nutzen und sein Resveratrol-Präparat ohne Forschungsaufwand günstiger auf den Markt werfen kann. Wenn der Forschungsstand in manchen Bereichen der Phytotherapie ungenügend ist, dann kann das jedenfalls auch mit diesen nachteiligen kommerziellen Bedingungen zu tun haben. Das ist auf alle Fälle nicht einfach eine reine Schutzbehauptung.

Was ist eine Phase-3-Studie:

„Die Phase III umfasst die Studien, welche die für die Zulassung entscheidenden Daten zum Wirksamkeitsnachweis ermitteln. Üblicherweise sind mindestens zwei voneinander unabhängige kontrollierte klinische Studien, die jede für sich einen Nachweis der statistischen Signifikanz der Wirksamkeit erbringen, notwendig. Phase-III-Studien können viele tausend Patienten einschließen und sich über mehrere Jahre erstrecken. In der Regel handelt es sich um randomisierte Doppelblindstudien.“

Quelle: Wikipedia

Zu Resveratrol siehe auch:

Zur Bioverfügbarkeit von Resveratrol

Resveratrol aus Weintrauben als Diabetes-Heilmittel?

Resveratrol aus Rotwein als Entzündungshemmer

Mythos vom gesunden Rotwein bröckelt

 

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Schützen Flavonoide aus Früchten vor erektiler Dysfunktion?

Eine Ernährung mit hohem Anteil an flavonoidreichen Früchten (etwa Trauben, Orangen) reduziert möglicherweise die Inzidenz (= Häufigkeit von Neuerkrankungen) an erektiler Dysfunktion.

Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler aufgrund von Resultaten der Health Professionals Follow-up-Studie mit Befragungen über einen Zeitraum von einer Dekade (publiziert im Am J Clin Nutr; online 13. Januar). Befragt wurden für diese Studie mehr als 50.000 Ärzte.

Wie die Forscher berichten, entwickelten insgesamt 35,6 Prozent der Teilnehmer im Zehn-Jahres-Follow-up eine erektile Dysfunktion (ED). Bei den Männern, die die höchste Menge an Flavanonen, Flavonen und Anthocyanen aufgenommen hatten, war die ED-Inzidenz um 9 bis 11 Prozent vermindert.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/erektile-dysfunktion/article/904320/aerzte-studie-fruechten-erektile-dysfunktion.html?sh=4&h=-1734357609

http://ajcn.nutrition.org/content/early/2016/01/06/ajcn.115.122010In

Kommentar & Ergänzung:

Flavonoide sind auch eine wichtige Wirkstoffgruppe in der Phytotherapie. Die Wirkungen von Heilpflanzen wie Mariendistel (Silymarin), Weissdorn, Ginkgo oder Buchweizenkraut (Rutin) sind durch Flavonoide geprägt. Interessant sind an der Grenze zwischen Phytotherapie und Ernährungstherapie die Anthocyane, die als rote oder blaue Farbstoffe in Beeren vorkommen (z. B. Himbeeren, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Kirschen). Viele Anthocyane haben entzündungshemmende, antioxidative und kapillarresistenzsteigernde Wirkungen.

Dass Flavonoide aus Früchten gesund sind wird kaum jemand bestreiten. Aber diese Art von Studie, wie sie oben beschreiben ist, sagt nur wenig aus und beweist keine Zusammenhänge.

Man befragt also 50 000 Leute zu ihren Ernährungsgewohnheiten und beobachtet, welche Krankheiten sie entwickeln. Dann sucht man nach Zusammenhängen und stellt zum Beispiel fest: Diejenige Gruppe, die viel Flavonoide aufnimmt, erkrankt seltener an erektiler Dysfunktion (ED).

Es könnte aber sein, dass die hohe Flavonoid-Aufnahme nicht die Ursache für das verringerte Auftreten von erektiler Dysfunktion ist, sondern nur ein Hinweis auf einen insgesamt gesünderen Lebensstil. Dann könnten irgendwelche noch unbekannten Faktoren für das tiefere ED-Risiko verantwortlich sein.

Wie auch immer – esst Flavonoide, für irgendetwas wird es schon gut sein!

Siehe auch:

Viele Ernährungsstudien mit wenig Aussagekraft

Ein Beispiel für die beschränkte Aussagekraft von Beobachtungsstudien zeigt dieser Beitrag:

Schützen Flavonoide aus Beeren vor Parkinson?

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Rangliste der gesündesten Gemüse- und Obstarten: Spitzenplatz für die Brunnenkresse

Eine Forscherin der William Paterson University in New Jersey hat eine Rangliste der gesündesten Gemüse- und Obstsorten erstellt. Eine Zusammenfassung der Studie wurde in der Onlineversion des Fachmagazins Preventing Chronic Disease veröffentlicht. Jennifer Di Noia analysierte 47 Gemüse- und Obstsorten auf 17 Nährstoffe wie zum Beispiel Calcium, Eisen, Zink und Vitamine.

Die Wissenschaftlerin beurteilte die untersuchten Pflanzen danach, wie hoch der Anteil der wichtigen Inhaltsstoffe in dem jeweiligen Gemüse oder Obst (pro 100 Gramm) ist und inwiefern damit der tägliche Bedarf an den jeweiligen Stoffen gedeckt wird. Zehn Prozent oder mehr des täglichen Bedarfs musste ein Gemüse oder Obst aufweisen, um in das Ranking aufgenommen zu werden. Dadurch Von fielen von 47 untersuchten Pflanzenarten sechs durch das Raster: nämlich Himbeere, Mandarine, Cranberry, Knoblauch, Zwiebel und Blaubeere.

Als Spitzenreiter auf Platz eins ihrer Liste sieht die Wissenschaftlerin die Brunnenkresse (Nasturtium officinale). Sie deckt nach Di Noias Berechnung 100 Prozent des Tagesbedarfs der im Ranking ausgewerteten wichtigen Nährstoffe ab.

Die weitere Rangliste der ersten 10 Gemüse – Obst schaffte es keines auf einen Spitzenplatz – mit Prozentangaben zum jeweils gedeckten Tagesbedarf:

2. Chinakohl (fast 92 Prozent)

3. Mangold (90 Prozent)

4. Rote Beete (= Randen, 87 Prozent)

5. Spinat (fast 87 Prozent)

6. Chicoree (73 Prozent)

7. Kopfsalat (fast 71 Prozent)

8. Petersilie (fast 66 Prozent)

9. Romana-Salat (63 Prozent)

10. Markstammkohl (62 Prozent)

 

Quelle:

http://www.fr-online.de/ernaehrung/studie-diese-zehn-gemuesesorten-sind-am-gesuendesten,9563634,27862246.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Na dann, Gratulation an die Brunnenkresse. Das hat sie fraglos verdient. Die Brunnenkresse war früher wichtig als Vitamin-C-Lieferant, weil sie schon im Winter geerntet werden kann.

Die Rangliste als Ganzes ist allerdings nicht sehr aussagekräftig.

Die Forscherin Di Noia räumt selber ein, dass das Ranking nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Sekundäre Pflanzenstoffe, die ebenfalls einen günstigen Effekt auf die Gesundheit haben können, wurden wegen der mangelnden Datenlage nicht berücksichtigt. Das ist zwar nachvollziehbar, weil es bei sekundären Pflanzenstoffen keinen festgelegten Tagesbedarf gibt, den man für solche Berechnungen heranziehen könnte. Dieser Ausschluss verzerrt die Rangliste aber schon arg. Wären sekundäre Inhaltsstoffe (z. Bsp. Flavonoide, Anthocyane, Glukosinolate) mitberücksichtigt worden, hätten es auch Obstsorten in die Spitzenränge geschafft.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Glukosinolate (Senfölglykoside) sind auch wichtige Wirkstoffe in der Phytotherapie.

Die Brunnenkresse zum Beispiel enthält wie auch Kapuzinerkresse, Rettich und Meerrettich Glukosinolate mit antimikrobieller Wirkung. Auch für die gesunden Wirkungen von Kohlarten (z. B. Blumenkohl, Brokkoli) dürften Senfölglykoside eine Rolle spielen.

Sie dazu:

Glukosinolate aus Brokkoli & Co. im Fokus der Forschung

Senfölglykoside gegen Infektionen

Wirkstoffkunde: Was sind Senfölglykoside? / Welche Wirkung haben sie? 

Kräuter und ihre Wirkungen: Kapuzinerkresse 

Phytotherapie: Kapuzinerkresse zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt

Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse hemmen Grippeviren vom Typ H1N1  

Brokkoli-Wirkstoffe unterstützen Krebstherapie

Kapuzinerkresse: Breitbandantibiotikum aus der Natur

 

Bei der gesundheitlichen Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe geht es eher darum, dass wir eine breite Palette davon einnehmen (sofern sie nicht toxisch sind).

Deshalb ist auch bei Gemüse und Obst Abwechslung ein gutes Motto. Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln wollen uns nicht selten einreden, dass wir einen ganz bestimmten sekundären Pflanzenstoff in hohen Mengen brauchen – nämlich den, der unzufälligerweise gerade in ihren Produkten enthalten ist. In solchen Fällen scheint mir eher Skepsis angebracht.

 

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Kleine Studie untersucht Wirkung von Heidelbeeren bei Colitis ulcerosa

Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) enthalten viele Polyphenole, hauptsächlich die für die blaue Färbung verantwortlichen Anthocyane. Wegen der antioxidativen und antientzündlichen Eigenschaften der Anthocyane entschieden Schweizer Forscher, den Effekt des Verzehrs von Heidelbeeren bei Patienten mit chronisch-entzündlichem Darm (Colitis ulcerosa) zu untersuchen.

In einer unkontrollierten Pilotstudie nahmen 13 an milder bzw. moderater chronischer Darmentzündung leidenden Testpersonen sechs Wochen lang eine tägliche Dosis von 160 g eines standardisierten Heidelbeer-Extrakts zu sich (vier Portionen à 40 g über den Tag verteilt). Die Tagesdosis an Anthocyanen entsprach dabei 840 mg. Zwischen der Einnahme und den Mahlzeiten sollten die Probanden jeweils mindestens eine Stunde verstreichen lassen. An die Behandlungsphase schloss sich noch eine dreiwöchige Nachbeobachtungsphase an.

Der für diese Studie eingesetzt Mayo Score ergab insgesamt eine signifikante Besserung der Symptome um mindestens zwei Punkte. Laut Fragebogen verbesserte sich auch die subjektive Befindlichkeit wesentlich: Rund 82 Prozent der Teilnehmenden berichteten von einer Steigerung ihrer Lebensqualität verglichen mit ihrer Situation zu Studienbeginn. Diese positive Tendenz näherte sich allerdings nach dem Abschluss der Einnahme des Heidelbeerextrakts wieder dem allgemeinen Wert an. Objektive Parameter, die Schleimhautentzündung betreffend, verbesserten sich ebenfalls.

Quelle:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/blaue-beeren-besaenftigen-den-entzuendlichen-darm.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22883440

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/erloesung-von-den-ewigen-bauchschmerzen-1.9607345

Kommentar & Ergänzung:

Die Forscher an der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Zürich befassen sich offenbar schon längere Zeit mit dem allfälligen Potenzial von Heidelbeeren bei Colitis ulcerosa.

Die Studie ist sehr klein (Pilotstudie) und schon deshalb von beschränkter Aussagekraft.

Wenn bei einigen Probanden mittels Darmspiegelung eine nachlassende Entzündung der Darmschleimhaut festgestellt wurde, könnte dies auch auf normale Schwankungen im Krankheitsverlauf zurückzuführen sein.

Diese Möglichkeit könnte man nur ausschliessen durch eine Studie mit grösseren Probandenzahlen und mit einer Kontrollgruppe, die ein Scheinmedikament bekommt (Placebo-Gruppe).

In diesem Fall dürfte es aber schwierig zu erreichen sein, dass das Placebo sich vom Heidelbeerextrakt nicht unterscheidet (Verblindung).

Heidelbeerextrakt verfärbt Zunge und Stuhl. Selbst wenn man die entsprechende Menge Anthocyane in neutrale Kapseln abfüllt, würden sie vielleicht den Stuhl immer noch färben, denn es sind ja immer noch Farbstoffe. Vielleicht könnte man das Placebo mit einem blauen Lebensmittelfarbstoff versetzen, der ebenfalls den Stuhl färbt, aber pharmakologisch unwirksam ist. Und dann bleibt jedoch immer noch die Frage offen, ob Heidelbeerextrakt nicht vielleicht besser wirkt als isolierte Anthocyane, zum Beispiel weil er länger und intensiver auf die Darmschleimhaut einwirkt.

Dieses Beispiel zeigt auch, dass klinische Forschung mit Naturstoffen manchmal nicht ganz so einfach ist. Zu einer mehr oder weniger neutralen Laborsubstanz lässt sich leicht ein visuell, geruchlich und geschmacklich identisches Placebo herstellen. Aber machen Sie das mal mit Knoblauch, Baldrian oder Lavendelöl….

Nun aber nochmals zurück zu den Anthocyanen. Das sind Naturstoffe, die in den letzten Jahren intensiv erforscht wurden. Als blaue, violette und rote Farbstoffe sind sie im Pflanzenreich weit verbreitet, beispielsweise in Brombeeren, Himbeeren, Apfelbeeren (Aronia), schwarze Johannisbeere, Kirschen, Heidelbeeren, Aubergine (Schale), Holunderbeeren.

Es stimmt, dass Anthocyane interessante antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zeigen. Allerdings lassen sich solche meist im Labor festgestellte Wirkungen nicht einfach auf den menschlichen Organismus übertragen. Einer entsprechenden Wirksamkeit im ganzen menschlichen Organismus steht zum Beispiel entgegen, dass viele Anthocyane nur in geringer Menge aus dem Verdauungstrakt in den Körper aufgenommen werden. Die Anwendung bei Darmentzündungen ist interessant, weil dieses Resorptionsproblem hier keine Rolle spielt.

Siehe auch:

Heidelbeeren-Anthocyane im Verdauungstrakt

Zur Wirkung von Anthocyanen aus Heidelbeeren

Anthocyane als Entzündungshemmer

Naturheilkunde bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Farbstoffe: Auch Heidelbeeren hemmen Entzündungen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Heidelbeeren-Anthocyane im Verdauungstrakt

Die „Österreichische Apothekerzeitung“ (17 / 2013) publizierte einen fundierten Artikel von Mag. Pharm. Arnold Achmüller zum Thema „Phytotherapie bei Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt“.

Hier als Zitat der Abschnitt über die Heidelbeere:

„Die in den getrockneten Heidelbeeren (Myrtilli fructus siccus) enthaltenen 5 bis 12 % Gerbstoffe, wobei es sich hier vor allem um Catechingerbstoffe handelt, wirken adstringierend, obstipierend und antiseptisch. Die ESCOP empfiehlt getrocknete Heidelbeeren daher bei unspezifischen akuten Durchfallerkrankungen. Die ebenfalls enthaltenen Anthocyanoside wirken gefäßprotektiv und antiulzerogen und unterstützen dadurch die Abheilung von Magen- und Darmgeschwüren. Im Gegensatz zu den getrockneten Heidelbeeren wirken frische Beeren leicht abführend.

Tagesdosis: 20 bis 60 g für Erwachsene, 5 bis 20 g für Kinder.“

Quelle:

http://www3.apoverlag.at/pdf/files/OAZ/OAZ-2013/OAZ-2013-17.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Die Anwendung von getrockneten Heidelbeeren gegen Durchfall ist schon lange bekannt.

Interessanter ist der Hinweis auf die Anthocyanoside (Anthocyane) – das sind die blauen Farbstoffe in der Heidelbeere.

Anthocyane sind als blaue und rote Farbstoffe im Pflanzenreich weit verbreitet. Neben den Heidelbeeren findet man sie beispielsweise auch in Brombeeren, Kirschen, Himbeeren, Holunderbeeren, Schwarze Johannisbeeren.

Anthocyane zeigen experimentell sehr interessante Wirkungen, zum Beispiel gegen Entzündungen und als Gefässschutz.

Allerdings werden sie nur schlecht aus dem Verdauungstrakt in den Organismus aufgenommen, was „Fernwirkungen“ im Körper einschränkt. Einfacher vorstellbar sind lokale Wirkungen im Verdauungstrakt, wie die in Zitat erwähnte unterstützende Wirkung bei der Abheilung von Magengeschwüren und Darmgeschwüren.

Auch bei chronischen Entzündungen im Dickdarm (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) wird eine Wirkung der Anthocyane aus Heidelbeere diskutiert.

Wenig bekannt ist, dass es ein rezeptpflichtiges Fertigarzneimittel (Myrtaven®) gibt auf der Grundlage von Heidelbeer-Anthocyanen.

Es handelt sich dabei um ein Kapillarschutzmittel. Der Wirkstoff von Myrtaven ist ein Komplex von Anthocyanosiden / Anthocyanen, die aus der schwarzen Heidelbeere gewonnen werden. Myrtaven wird für die Therapie von verschiedenen Krankheiten der Blutgefässe angewendet: Kapillarbrüchigkeit, Blutgefässkrankheiten (Venenentzündung, Krampfadern, usw.), Mikroangiopathien (z.B. Diabetes mellitus, Venenleiden), Hämorrhoiden.

Siehe auch:

Anthocyane aus Traubensaft / Heidelbeersaft wirken positiv auf Fettstoffwechsel

Anthocyane aus Heidelbeeren und Erdbeeren: Günstige Wirkung auf Gehirnleistung im Alter

Phytotherapie: Zur Wirkung von Heidelbeeren

Schwarzer Holunder / Holundersaft bei Grippe und Erkältung

Zur Wirkung von Anthocyanen aus Heidelbeeren

Açai, Goji und Maqui – die neuen Wunderbeeren?

Aronia-Beeren – die neueste Antioxidantien-Welle?

Parkinson vorbeugen durch Holunderbeeren, Heidelbeeren, Kirschen Auberginen?

Açai-Beere als Schlankheitsmittel und Power-Frucht?

Polyphenole aus Beeren gegen degenerative Gehirnerkrankungen?

Polyphenole für Herz-Kreislauf – schwache Datenlage

Anthocyane als Entzündungshemmer

Anthocyane aus Beeren mit MAO-Hemmer-Effekt

Inhaltsstoff aus Heidelbeeren wirkt wie Cholesterinsenker

Farbstoffe aus Heidelbeeren hemmen Entzündungen

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Die zehn Früchte mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt

Die „Handelszeitung“ stellt eine Rangliste mit 10 Früchten vor, die sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C auszeichnen:

Hagebutte: 1250mg Vitamin C pro 100g Hagebutten

Sanddorn:  450mg Vitamin C pro 100g Sanddornbeeren

Schwarze Johannisbeere: 177mg Vitamin C pro 100g Schwarze Johannisbeeren

Erdbeere: 57mg Vitamin C pro 100g Erdbeeren

Zitrone: 51mg Vitamin C pro 100g Zitrone

Orange: 45mg Vitamin C pro 100g Orange

Kiwi: 44mg Vitamin C pro 100g Kiwi

Grapefruit: 41mg Vitamin C pro 100g Grapefruit

Mango: 37mg Vitamin C pro 100g Mango

Rote Johannisbeere: 36mg Vitamin C pro 100g Rote Johannisbeeren

Quelle:

http://www.handelszeitung.ch/bildergalerie/die-zehn-fruechte-mit-dem-hoechsten-gehalt-vitamin-c

Kommentar & Ergänzung:

Diese Rangliste beschränkt sich auf bei uns gebräuchliche Früchte. Weltweit betrachtet dürfte es noch viele Früchte geben, die bezüglich Vitamin-C-Gehalt mithalten können.

Diese Rangliste zeigt aber einige interessante Aspekte, die meinem Eindruck nach nicht so allgemein bekannt sind. Beispielsweise:

– Dass die Erdbeere vor den Zitrusfrüchten rangiert.

– Dass die Schwarzen Johannisbeeren die Roten Johannisbeeren punkte Vitamin-C-Gehalt so stark abhängen.

Die „Handelszeitung“ stellt diese Rangliste allerdings in einen fragwürdigen Zusammenhang:

„Die zehn Früchte mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C. Gesundheit: Schützen Sie sich vor der Grippe. Mit diesen vitaminreichen Früchten kommen Sie gestärkt durch den Winter.“

Die Fokussierung auf Vitamin C als Schutz vor Grippe ist Unsinn.

Die zusätzliche Gabe von Vitamin C hat sich in verschiedenen Studien als nutzlos erwiesen zur Vorbeugung von Grippe und Erkältung. Allenfalls profitieren Extremsportler von einer solchen Zugabe.

Damit soll aber natürlich nicht bestritten werden, dass Früchte ein gesunder Bestandteil der menschlichen Ernährung sind. Aber es kommt dabei auf eine breite Palette von Inhaltsstoffen an – und nicht nur auf  einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Beispielsweise auf Karotinoide aus Hagebutten, Sanddornbeeren und Aprikosen; oder Anthocyane aus Schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Kirschen, Heidelbeeren.

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Zur Bioverfügbarkeit von Resveratrol

Resveratrol ist ein Phytoalexin mit antioxidativen Eigenschaften, das zu den Polyphenolen gehört. 1963 wurde die Resveratrol erstmals aus dem Japanischen Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum) isoliert und identifiziert. 1976 wurde es in Weinbeeren nachgewiesen.

Resveratrol kommt in einer grösseren Anzahl von Pflanzen beziehungsweise pflanzlichen Lebensmitteln vor, hauptsächlich in Weintrauben, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen, Erdnüssen und im Japanischen Staudenknöterich. Besonders reich ist es enthalten in der Haut von roten Weintrauben und damit auch im Rotwein.

Diverse Laborstudien mit Resveratrol zeigten Ergebnisse, die auf günstige Wirkungen bei Erkrankungen wie Krebs, Arteriosklerose, Alzheimer, Herz-Kreislauferkrankungen, Arthritis, Autoimmunerkrankungen u. a. schliessen liessen.

Reveratrol wird seither auch als Anti-Aging-Mittel vermarktet.

An einer Phytotherapie-Tagung in Hamburg äusserte sich Professor Dr. Veronika Butterweck von der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel und Muttenz zur Bioverfügbarkeit von Resveratrol:

„Sie nannte das Beispiel Resveratrol, ein Polyphenol aus dem Rotwein, dem in vitro zahlreiche gesundheitsförderliche Eigenschaften zugesprochen werden…..Bislang gibt es jedoch kaum pharmakokinetische Daten. Es sieht allerdings so aus, als ob Resveratrol mit einer Bioverfügbarkeit von 2 Prozent und einer Halbwertszeit von nur 30 Minuten selbst kaum spürbare Wirkung am Menschen entfalten könnte, berichtete Butterweck.“

(Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41169)

Kommentar & Ergänzung:

Es läuft sehr oft ähnlich: Im Labor zeigt ein Naturstoff interessante Effekte, die eine Wirkung beispielsweise gegen Herzinfarkt oder Krebserkrankungen als möglich erscheinen lassen.

Dann geht marketingmässig bereits die Post ab: Im Internet, in Apotheken und Drogerien, in Gesundheitszeitschriften werden entsprechende Nahrungsergänzungsmittel propagiert, die keinerlei Wirkungsnachweis liefern müssen.

Auf der Strecke bleiben dabei jeweils zahlreiche offene Fragen. Eine davon ist die Frage nach der Bioverfügbarkeit. Wird der Stoff überhaupt in relevanten Mengen in den Organismus ausgenommen? – In Laborexperimenten an isolierten Zellen oder Geweben fällt diese Hürde ja weg.

Aus diesem Grund muss man bei wissenschaftlichen Ergebnissen vor allem im Umfeld von Werbekampagnen immer nachfragen, woher sie stammen. Aus dem Labor oder aus klinischen Studien mit Patienten?

Bei Resveratrol war die Frage, ob der Stoff in relevanten Mengen aufgenommen wird, immer ein heikler Punkt. Prof. Butterweck bestätigt diese Fragezeichen.

Im Umfeld der Resveratrol-Forschung ist zudem ein Forschungsskandal aufgeflogen.

Die Universität Connecticut beschuldigte den Forscher Dipak Das, in 145 Fällen Forschungsdaten erfunden oder gefälscht zu haben. Die Ergebnisse waren offenbar auffällig schön.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/801149/rotwein-forscher-studien-gepanscht.html?sh=1&h=1783173384

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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