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Softdrinks sind die wahren Zuckerbomben

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch warnt, dass nicht Süßigkeiten sondern Softdrinks die gefährlichen Zuckerbomben sind.

Verbraucher in Deutschland konsumieren mehr Zucker über Softgetränke als über Süßigkeiten. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch publizierte dazu Zahlen des Instituts Euromonitor International:

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker über Erfrischungsgetränke betrug im Jahr 2016 durchschnittlich 26 Gramm pro Tag und 9,5 Kilogramm pro Jahr.

Bei Süßigkeiten lag der Verbrauch bei 18 Gramm täglich beziehungsweise rund 6,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr.

 

Quelle:

 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/foodwatch-warnt-softdrinks-sind-die-zuckerfalle-15807323.html

 

Kommentar & Ergänzung:

 

Das ist nicht nur ein Problem bezüglich der damit verbundenen hohen Kalorienzufuhr. Zucker wird aus den wässigen Lösungen der Softdrinks auch ausgesprochen rasch in den Organismus aufgenommen. Der rasch ansteigende Blutzuckerspiegel bewirkt eine prompte Insulinausschüttung, belastet damit auf die Länge die Bauchspeicheldrüse und hat zieht einen ganzen Rattenschwanz von gesundheitlichen Problemen mit sich.

Weil der Begriff „Softdrink“ nicht so geläufig ist, hier noch ein paar Beispiele dafür, welche Art von Produkten gemeint ist:

 

– Coca-Cola
– Fanta
– Sprite
– Almdudler
– Elmer Citro
– Lufrutta
– Gazosa

– Pepita 
– Pepsi 
– Rivella 
– S. Pellegrino
– Schweppes 
– Sinalco 

Die Produkte enthalten unterschiedliche Zuckermengen. Ein Blick auf die Zutatenliste kann sich lohnen. Aber generell wäre ratsam, zuckerhaltige Softdrinks nur sehr zurückhaltend zu konsumieren oder besser noch zu meiden.

Ein vergleichbares Problem gibt es im übrigen auch bei vielen Eistee-Sorten und auch bei unverdünnten Fruchtsäften, die schon von Natur aus einen hohen Zuckergehalt mitbringen.

 

Selbst gebraute Kräutertees sind auch in dieser Hinsicht eine interessante Alternative.

Man hat dabei den Durchblick und die Wahl, ob, welche und wieviel Süssmittel dazugegeben werden. Es gibt eine ganze Reihe von Kräutertees, die sich als Tagestee eignen, zum Beispiel Lindenblüte, Verveine (= Wohlriechendes Eisenkraut), Hagebutten, Karkade und viele andere mehr. Sie lassen sich auch gut in unterschiedlichen Verhältnissen mischen, wodurch Abwechslung ermöglicht wird. Bei solchen Tagestee-Mischungen steht nicht die Heilwirkung im Vordergrund, sondern der angenehme Geschmack.

Wer mehr über Kräutertees und auch über ihre Wirkungen lernen möchte, kann das in meinen Lehrgängen – in der Phytotherapie-Ausbildung und im Heilpflanzen-Seminar.

 

Verveinetee gegen Nervosität – stimmt’s?

„Die Pflanze ist auch unter dem Namen Zitronenverbene oder Zitronenstrauch bekannt. Die Blätter enthalten ein feines, frisch nach Zitrone duftendes ätherisches Öl, das beruhigend bei Nervosität und Schlaflosigkeit wirkt……Für einen Tee 1 TL getrocknete Verveine­blätter mit 200 ml kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen. Alternative: Frische Blätter mit kochendem Wasser übergießen und eine halbe Stunde ziehen lassen.“

Quelle:

http://madonna.oe24.at/gesund/Die-besten-Heilkraeuter-fuer-die-Seele/83718451

Kommentar & Ergänzung:

Verveine (Aloysia triphylla, Lippia citriodora) stammt aus Südamerika ( Argentinien und Chile) und ist eine beliebte Gartenpflanze, Zierpflanze und Teepflanze in warmen und gemässigten Klimaregionen. Vor allem in Frankreich wird Verveinetee gern als Genusstee verwendet.

Verveinetee gilt traditionell aber auch als Beruhigungsmittel und wird gegen Verdauungsbeschwerden empfohlen.

Das ätherische Öl aus den Blättern (Verveineöl) enthält als charakteristische Bestandteile Neral und Geranial (das Gemisch wird Citral genannt).

Citral entfaltet ein intensives Zitronenaroma und  ist auch Hauptbestandteil der ätherischen Öle von Melisse (Melissa officinalis) und Zitronengras (Cymbopogon citratus, syn. Andropogon citratus). Zusammen mit Citronellal ist es Hauptbestandteil des Melissengeists und Grundstoff zahlreicher Liköre. Im Melissentee und im Melissenöl ist Citral das beruhigende Wirkprinzip.

Mit dem Inhaltsstoff Citral lässt sich eine beruhigende Wirkung von Verveinetee begründen. Klinische Studien, die eine solche Wirkung belegen könnten, gibt es dazu allerdings nicht.

Die Bezeichnung Eisenkraut für Verveine und Eisenkrautöl für Verveineöl sind etwas irreführend. Mit Eisenkraut wird botanisch Verbena officinalis bezeichnet. Eisenkrauttee aus Verbena officinalis schmeckt sehr bitter und riecht eher streng. Kein Genusstee also.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Metastudie: Fischöl-Kapseln nutzlos für Herzpatienten

Gemäss einer neuen Metastudie schützt die tägliche Einnahme von Fischöl-Kapseln Risikopatienten nicht vor weiteren Herzbeschwerden

Regelmäßiger Konsum von fetten Fischsorten wie Lachs, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, soll Herzkrankheiten vorbeugen.

Die Omega-3-Fettsäuren sollen einer Arterienverkalkung entgegen wirken und dadurch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

Bisherige Studien in diesem Bereich fielen widersprüchlich aus: Einige Studien kamen zum Schluss, dass Omega-3-Kapseln Patienten mit Herzproblemen vor weiteren Problemen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall schützen, andere kamen zu einem gegenteiligen Resultat. Gemäss einer neuen Analyse von 14 Studien, die im Fachmagazin “Archives of Internal Medicine” publiziert wurde, soll es keine positiven Auswirkungen der Fischölkapseln geben.

Die südkoreanischen Wissenschaftler vom Center for Cancer Prevention and Detection in Goyang fanden bei ihrer Analyse von 14 Studien mit über 20 000 Probanden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die entweder Fischölkapseln oder Placebos bekamen, keinen Unterschied bezüglich Herzinfarkte, Schlaganfälle und die Sterblichkeit generell.

Die Studienresultate sind jedoch nicht unumstritten, da die Wissenschaftler zwei große Studien, die einen günstigen Effekt belegten, aufgrund methodischer Probleme – die Probanden bekamen kein Placebo – in ihre Metaanalyse nicht aufnahmen. Die Wissenschaftler entgegnen, auch unter Einfließen dieser zwei Studien sei eine eindeutige positive Wirkung der Fischölkapseln nicht belegbar.

Ob täglich geschluckte Fischölkapseln gesunde Menschen vor solchen Krankheiten schützen, ist bisher nur ungenügend erforscht. Einig sind sich die Forscher, dass der Konsum von frischem Fisch auf jeden Fall gesund sei.

Quelle:

http://derstandard.at/1334132287080/Metastudie-Fischoelkapseln-Kein-Nutzen-fuer-Herzpatienten

http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/short/archinternmed.2012.262

Kommentar & Ergänzung:

Dafür, dass Fischölkapseln für eine ganze Palette von Krankheiten empfohlen werden, sind die gesicherten Ergebnisse bezüglich Wirksamkeit ziemlich mager.

Siehe auch:

Omega-3-Fettsäuren: Fischöl-Kapseln bei Multipler Sklerose unwirksam

Omega-3-Fettsäuren: Schutz vor Diabetes und Herzkrankheiten?

Gelenkschmerzen lindern mit Zitronenverbene und Fischöl

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Gelenkschmerzen lindern mit Zitronenverbene (Verveine) und Fischöl?

Die Carstens-Stiftung berichtet über eine Studie zur Wirksamkeit von Verveine-Extrakt und Fischöl gegen Gelenkbeschwerden.

Oxidativer Stress spiele bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis oder der entzündlich aktivierten Arthrose eine primäre Rolle. Wie die Schädigung der Gelenke durch antioxidativ wirksame Stoffe aufgehalten werden könne, habe nun eine spanische Studie zu klären versucht.

In der Vergangenheit hätten verschiedene Studien gezeigt, dass eine an Omega-3-Fettsäuren reichhaltige Diät entzündliche Gelenkerkrankungen lindern kann. Zahlreiche dieser gesunden Fettsäuren seien zum Beispiel im Fischöl enthalten.

Zur Verveine schreibt die Stiftung:

„Zitronenverbene (Aloysia triphylla) dagegen gelangte im kulinarischen Bereich eher als Würzkraut zur Berühmtheit. Allerdings weisen die Verbascoside in der Zitronenverbene ein hohes antioxidatives und antientzündliches Potenzial auf.“

Im Rahmen einer Doppelblindstudie wurde nun eine Kombination aus Fischöl und Zitronenverbene in ihrer Wirkung auf die Gelenkfunktionen und den Gelenkschmerz bei Patienten mit Gelenkbeschwerden wie Arthritis oder Arthrose untersucht.

Innerhalb der ersten sechs Wochen Behandlungszeit schluckten die insgesamt 45 Studienteilnehmer entweder sechs Kapseln mit je 370 Milligramm Fischöl-Pulver und 230 Milligramm standardisierten Zitronenverbene-Extrakt pro Tag vor den Mahlzeiten, oder aber die gleiche Menge Placebo-Kapseln. In den letzten drei Wochen der insgesamt neun Behandlungswochen wurde die Dosis dann halbiert.

Mit Hilfe des WOMAC-Testverfahrens wurden sowohl die Schmerzintensität, das Ausmaß der Gelenksteifheit und der Gelenkfunktionalität erfasst. Verglichen mit der Placebo-Gruppe konnte der WOMAC-Wert in der Fischöl-Zitronenverbenen-Gruppe um über die Hälfte verbessert werden.

Quellen:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/schmerzfreie-gelenke-mit-zitronenverbene-und-fischoel.html

Literatur Caturla N, Funes L, Pérez-Fons L, Micol V. A randomized, double-blinded, placebo-controlled study of the effect of a combination of Lemon verbena extract and fish oil omega-3 fatty acid on joint management. J Altern Complement Med 2011; 17(1): 1051-1063

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22087615

Kommentar & Ergänzung:

Für mich ist an dieser Meldung nicht das Fischöl interessant, sondern die Zitronenverbena (Zitronenstrauch, Verveine).

Als Genusstee ist der Verveinetee sehr bekannt und beliebt. In der Phytotherapie-Fachliteratur fristet die Pflanze ein Mauerblümchen-Dasein, weil über ihre Wirkungen nur wenig fundierte Informationen vorliegen.

Ausserdem wird Verveine oft verwechselt mit dem einheimischen Eisenkraut (Verbena officinalis), das aber Bitterstoffe enthält und als Genusstee denkbar ungeeignet ist. Verveine stammt ursprünglich aus Mittelamerika und Südamerika (besonders Argentinien und Chile) und wird vor allem im Mittelmeergebiet kultiviert (vor allem in Spanien und Südfrankreich).

An Studien zur Wirkung der Verveine-Pflanze bin ich nur schon wegen dem eher mageren Stand des Wissens zu dieser Heilpflanze immer interessiert.

Schwierig an der beschriebenen Studie ist nun aber, dass Fischöl und Zitronenverbenen-Extrakt als Kombination angewendet wurden. So lässt sich nicht beurteilen, welcher Anteil an der Wirkung dem Fischöl zukommt und welcher der Zitronenverbene.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Was ist Verveine-Tee?

Verveine ( = Zitronenstrauch, Aloysia citrodora, auch Zitronenduftstrauch oder Zitronenverbene genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae).

Verveine wächst als laubabwerfender Strauch mit Wuchshöhen von 2 bis 6 Meter. Die meisten Pflanzenteile duften stark nach Zitrone.

Synonyme für Aloysia citrodora sind:
Aloysia triphylla, Lippia citrodora, Lippia triphylla, Verbena triphylla, Zappania citrodora

Verveine – Herkunft und Geschichte

Der Zitronenstrauch / Verveine stammt ursprünglich aus Südamerika (Uruguay, Argentinien (Catamarca, Jujuy, La Rioja, Salta, Tucuman) Chile, Peru). Er wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach Europa eingeführt und ist heute bei Feinschmeckern und Kräuterliebhabern ein Begriff.

Duft- und Inhaltsstoffe

Die Verveine-Blätter können ähnlich wie Spinat gekocht werden. Wesentlich öfters werden die Blätter als Gewürz für süße oder herzhafte Salate verwendet. Aus den frischen und getrockeneten Blätter kann man einen sehr aromatischen Tee brühen.
Medizinische Wirkungen wurden untersucht. Das ätherische Öl wird vielfältig verwendet, beispielsweise als Parfümbestandteil oder als Insektenrepellent
Zitronenverbenen enthalten ein feines, frisch nach Zitrone duftendes ätherisches Öl. Die Intensität ist deutlich stärker als bei den meisten anderen nach Zitrone riechenden Pflanzen. Schon beim leichten Verreiben der Vervein-Blätter entstehen Duftwolken an Citrusaromen. Die ätherischen Öle (unter 1 %) enthalten als Hauptbestandteile die Aldehyde Citral, Neral und Geranial sowie weitere Monoterpene bzw. Monoterpenabkömmlinge (Limonen, Carvon, Dipenten, Linalool, Nerol, Geraniol).

Die Verwendung von Verveine

Bevorzugt werden die frischen Blätter verwendet, jedoch sind auch die getrockneten Blätter sind sehr beliebt, weil das Zitronenaroma im getrockneten Zustand der Blätter lange erhalten bleibt.

Verveine zur Verfeinerung von Speisen

Feinschmecker und Gourmets verarbeiten die Verveine gerne in der Küche. Verwendet werden die Verveine-Blätter für Salate, Schweinefleisch- und Pilzgerichte, aber auch zum Würzen von Süßspeisen wie Obstsalat, Pudding und zur Zubereitung von Speiseeis. Zudem kann man feingeschnittene Verveine-Blätter in den Zuckerguss für Zitronenkuchen einarbeiten.

Verveine-Getränke

Die Verveine wird auch für die Zubereitung von Getränken genutzt. Legt man frisch gepflückte Verveine-Blätter für eine halbe Stunde in heißes Wasser, so bekommt man einen angenehm erfrischenden Tee. Das zitronige Aroma der Pflanze ist in Frankreich als anregend-beruhigender Guten-Abend-Tee sehr beliebt und dort auch bekannt als Verveine. Auch im Getränk Inca Kola aus Peru kommt das Aroma dieser Pflanze (sie wird lokal Cedrón genannt) zum Einsatz. Unter Eisenkrauttee wird in der Regel Verveine bzw. Zitronenverbena oder bezeichnenderweise wohlriechende Verbena verstanden. Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) schmeckt demgegenüber recht bitter.

Verveine in der Kosmetik

Verveine wird nicht nur als Badezusatz verwendet, der eine erfrischende Wirkung entfaltet, sondern auch zur Parfümierung beziehungsweise Verfeinerung von Seifen.

Verveine im Haushalt

Säckchen oder Bündel von Verveine bringen einen frischen Duft ins Haus oder in den Kleiderschrank.

Gesundheitliche Wirkung des Verveine-Tees

Da Verveine appetitanregend sowie verdauungsfördernd wirkt, helfen sie gegen Verdauungsbeschwerden beziehungsweise Verstopfungen. Ausserdem wirken sie leicht beruhigend bei Nervosität, Schlaflosigkeit und Erkältungskrankheiten.

Quelle: Wikipedia

Kommentar & Ergänzung:

Verveine ist also in Mitteleuropa keine einheimische Pflanze, sondern wird in Gärten angebaut. Nicht selten wird daher tatsächlich das einheimische Echte Eisenkraut (Verbena officinalis), das bei uns an Wegrändern nicht selten anzutreffen ist, mit der Verveine verwechselt.
Im deutsche Sprachraum kennen wir die Verveine fast nur als Genusstee. Deshalb wird sie in deutschsprachigen Phytotherapie-Fachbüchern meist nur am Rande oder gar nicht erwähnt. In Frankreich dagegen gehört Verveine auch zu den Heilpflanzen.
Dort werden die Blätter nicht nur gerne zum ebenso anregenden wie entspannenden Abendtee aufgegossen. Sie dienen sondern auch – etwa der »Distillerie Verveine du Velay« – dazu, (hochprozentige!) Liköre zu destillieren, die sich vorzüglich als Digestif eignen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kopfschmerzen nach Koffein-Entzug

Koffein regt den Organismus an, kann aber auch abhängig machen. Das kann zu Kopfweh und Ermüdung führen, wenn die gewohnte Tagesportion ausbleibt. Weshalb das so ist, erläutern Psychiater der University of Vermont College of Medicine im Wissenschaftsjournal Psychopharmacology. Sie erforschten, welche körperlichen Prozesse ein plötzlicher Einnahmestopp von Koffein auslöst.

Bei Versuchspersonen, die über einen längeren Zeitraum Koffeinkapseln eingenommen hatten, zeigten sich deutliche Reaktionen nach einem Zufuhrstopp. Diese Reaktionen glichen den typischen Entzugserscheinungen von Suchtmitteln. Die Geschwindigkeit des Blutflusses im Gehirn und auch die Theta-Rhythmen im EEG-Bild steigerten sich, was die Wisenschaftler als wichtigste Auslöser für das Kopfweh sehen. Die Studienteilnehmer erklärten zudem, dass sie sich beim Entzug besonders müde, erschöpft, lustlos oder matt fühlten.

“Koffein verengt die Blutgefäße, was kurzfristig zu schnellerem Blutfluss wie auch zu hohem Blutdruck führt. Gleichzeitig steigt das Sauerstoff-Angebot in den Zellen”, sagt dazu Hartmut Göbel, Leiter der Schmerzklinik Kiel. Der in Kaffee, Tee, Cola, Energy-Drinks und auch in Kakao enthaltene Wirkstoff Koffein ziele auf die Rezeptoren ab, welche der Zelle sonst Pause signalisieren. Dadurch verhindere er Müdigkeit.

“Das Problem dabei ist, dass das Gehirn eine ständige Koffein-Dosis bemerkt und sich daran gewöhnt. Deshalb wirkt Koffein umso weniger, je mehr man davon zu sich nimmt”, erklärt Göbel. Entziehe man dem Organismus nach der Gewöhnung Koffein, könne das zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Depressionen führen. “Deutlich wurde das durch den Nachweis, dass die meisten Menschen am Samstag Kopfschmerz haben, da sie am Wochenende ihre gewohnte Kaffeedosis nicht zu sich nehmen.”

Koffein sei medizinisch und pharmakologisch eine Droge, betont Göbel.
Die bei regelmäßigem Koffeinkonsum entstehende Abhängigkeit sei in der Gesellschaft aber so gut organisiert, dass man sie kaum bemerke. “Kaffee gehört zum Alltag und wird permanent eingenommen. Im Arbeitsalltag oder bei Veranstaltungen ist er stets verfügbar, oder man legt eben eine Kaffeepause ein.” Gelegenheiten des Kaffeekonsums gebe es auch in allen städtischen Einkaufszonen, während in England die traditionelle Teezeit um fünf Uhr nachmittags dieselbe Funktion erfülle, die übliche Müdigkeit dieser Tageszeit auszugleichen. “Stark zubereiter Tee enthält dieselbe Konzentration Koffein wie Kaffee”, so der Schmerzmediziner.

Weil der anregende Effekt des Koffeins Kopfschmerz vorübergehend stillt, wird es schon lange als Arznei eingesetzt. “Coca Cola wurde ursprünglich als Therapie gegen Kopfschmerzen entwickelt”, so Göbel. Die Anwendung der Aufputschsubstanz in Medikamenten kritisiert der Schmerzspezialist allerdings. “Das ist etwa bei den gängigsten Analgetika gegen Kopfschmerz der Fall. Diese Mischpräparate kombinieren Schmerzmittel mit Koffein, wodurch das Risiko einer Abhängigkeit gegeben ist. Es gibt Patienten, die aus diesem Grund regelmäßig 30 Schmerztabletten pro Tag einnehmen.” Anstelle der Kombination von schmerzstillenden Wirkstoffen (Analgetika) mit Koffein sei eine Monotherapie sinnvoller, die nur einen Wirkstoff verwende und auf Koffein verzichte, betont der Schmerzmediziner. Kaffee könne man dann unabhängig von dem Schmerzmittel einnehmen, wenn man den Koffeineffekt wünsche.

In Maßen genossener Kaffee sei laut Göbel eine sozial verträgliche Droge, weil er die Leistung erhöht. Zudem spreche medizinisch nichts gegen bis zu vier Tassen Kaffee täglich. “Eine Tasse enthält je nach Stärke zwischen 30 und 100 Milligramm Koffein. Koffein ist jedoch bis zu einer Dosis von 200 Milligramm unbedenklich.” Wer gerne viel Kaffee trinke, solle diesen möglichst schwach zubereiten, empfiehlt der Mediziner. “Wichtig ist es jedoch, Körper und Geist genügend Ausgleich zu geben.”

Quelle: www.journalmed.de, 8. 5. 2009

Kommentar:

Zweifellos gibt es “Kaffee-Junkies”, die sich vielleicht einmal Gedanken machen sollten über die täglich zugeführte Koffein-Dosis.
In mässigen Dosen getrunken, haben allerdings Kaffee, Schwarztee, Grüntee und Weisser Tee durchaus auch positive Wirkungen auf die Gesundheit. Dies verdanken sie verschiedenartigen Inhaltsstoffen, welche sie neben dem Koffein auch noch “mitführen”, beispielsweise den Tee-Polyphenolen. Schwarztee zählt zudem schon seit langem zu den bedeutenden Heilpflanzen.

Fragwürdiger sind deshalb die Energy-Drinks vom Typ “Redbull”, welche Koffein isoliert von den pflanzlichen Begleitstoffen enthalten, gemischt mit Süssstoffen und Aromastoffen. Aus gesundheitlicher Sicht eine ziemliche “Schrottladung”, wobei auch hier der gelegentliche Konsum wohl unbedenklich ist. Wenn aber der grössere Teil des täglichen Flüssigkeitsbedarf via “Energy-Drinks” gedeckt wird, scheint mit das schon eher bedenklich.

Hier ist wieder einmal ein Plädoyer fällig für den Kräutertee.. Wie wäre es zum Beispiel mit Hagebutten, Karkade, Rooibos (Rotbusch), Verveine (Zitronenstrauch, Verbena), Orangenblüten (als Abendtee), Lindenblüten, Pfefferminze. Sie alle sind koffeinfrei, bieten viel Abwechslung und eignen sich als Genusstee – einzeln getrunken oder nach eigenem Geschmack gemischt.

Präzisiert werden müsste noch die Aussage in obigem Beitrag, dass stark zubereiteter Tee dieselbe Konzentration an Koffein enthält wie Kaffee. Das stimmt wohl, wenn mit “stark zubereitet” eine hohe Dosis Teeblätter pro Tasse gemeint ist. Nicht zutreffen dürfte dies, wenn mit “stark zubereitet” gemeint ist: Den Tee lang ziehen lassen.
Wird der Tee nämlich längere Zeit ziehen gelassen, wird das Koffein teilweise durch Gerbstoffe gebunden. Dadurch sinkt die resorbierte Koffeinmenge.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Infoportal

Verveine (Zitronen-Verbena)

VERVEINE (ZITRONEN-VERBENA)


Verveinetee gegen Nervosität – stimmt’s?

„Die Pflanze ist auch unter dem Namen Zitronenverbene oder Zitronenstrauch bekannt. Die Blätter enthalten ein feines, frisch nach Zitrone duftendes ätherisches Öl, das beruhigend bei Nervosität und Schlaflosigkeit wirkt……Für einen Tee 1 TL getrocknete Verveine­blätter mit 200 ml kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen. Alternative: Frische Blätter mit kochendem Wasser übergießen und eine halbe Stunde ziehen lassen.“

Quelle:

http://madonna.oe24.at/gesund/Die-besten-Heilkraeuter-fuer-die-Seele/83718451

Kommentar & Ergänzung:.. Zum vollständigen Text hier…

Gelenkschmerzen lindern mit Zitronenverbene (Verveine) und Fischöl?

Die Carstens-Stiftung berichtet über eine Studie zur Wirksamkeit von Verveine-Extrakt und Fischöl gegen Gelenkbeschwerden.

Oxidativer Stress spiele bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis oder der entzündlich aktivierten Arthrose eine primäre Rolle. Wie die Schädigung der Gelenke durch antioxidativ wirksame Stoffe aufgehalten werden könne, habe nun eine spanische Studie zu klären versucht.

In der Vergangenheit hätten verschiedene Studien gezeigt, dass eine an Omega-3-Fettsäuren reichhaltige Diät entzündliche Gelenkerkrankungen lindern kann. Zahlreiche dieser gesunden Fettsäuren seien zum Beispiel im Fischöl enthalten… Zum vollständigen Text hier…

WAS IST VERVEINE-TEE?

Verveine ( = Zitronenstrauch, Aloysia citrodora, auch Zitronenduftstrauch oder Zitronenverbene genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae).
Verveine wächst als laubabwerfender Strauch mit Wuchshöhen von 2 bis 6 Meter. Die meisten Pflanzenteile duften stark nach Zitrone.
Synonyme für Aloysia citrodora sind:
Aloysia triphylla, Lippia citrodora, Lippia triphylla, Verbena triphylla, Zappania citrodora…… Zum vollständigen Text hier…

Phytotherapie bei Rheuma

PHYTOTHERAPIE BEI RHEUMA


Arthrose: Fragwürdige Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln

Gelenkschutzmittel sollen gegen Arthrose helfen oder die Knorpelmasse schützen – so verspricht es die Werbung der Produzenten und Verkäufer. Die Verbraucherzentralen in Deutschland haben 25 Nahrungsergänzungsmittel auf ihre Dosierung, Zusammensetzung und Werbeversprechen untersucht. Das Resultat: Der Nutzen der Produkte bei Gelenkerkrankungen oder Gelenkbeschwerden ist fraglich.

Anbieter von Gelenkmitteln zur Nahrungsergänzung dürfen die Inhaltsstoffe Glucosamin und Chondroitin nicht mit Gesundheitsversprechen anpreisen… Zum vollständigen Text hier…


Weihrauch als Tee gegen Rheuma?

Kürzlich wurde ich an einem Kurs gefragt, ob Weihrauch gegen Rheuma als Tee verwendet werden könne. Das geht nicht, aber Weihrauchharz lässt sich sehr unterschiedlich einsetzen. Daher hier ein Blick ins Weihrauch-Thema:

In der indischen Medizin (Ayurveda) wird Weihrauch als „Salai gugal“ seit langem bei vielen Beschwerden eingesetzt.

Die Phytotherapie-Forschung hat diese Tradition aufgenommen und im Labor und mit klinischen Studien überprüft.

Es gibt Studien mit positiven Ergebnissen bei Arthritis, Colitis ulcerosa, Asthma bronchiale, Morbus Crohn, Arthrose. Allerdings sind die Ergebnisse nicht eindeutig genug für eine abschliessende Beurteilung… Zum vollständigen Text hier…

Alternativmedizin bei Rheuma kommentiert

Eine Pressemeldung zum 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) kommentiert die Möglichkeiten und Grenzen der Alternativmedizin bei Rheuma und kommt zum Schluss, die Wirksamkeit mehrerer komplementärer Methoden sei inzwischen wissenschaftlich belegt. Im Text wird jedoch für eine kritische Gewichtung plädiert, da es auch einige «schwarze Schafe» auf dem Markt gebe.

Eine Fastendauer von sieben bis zehn Tagen einmal pro Jahr unterstütze nachweislich die medikamentöse Therapie entzündlicher Prozesse, sagt Professor Dr. Andreas Michalsen. Er arbeitet als Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus in Berlin und wendet derzeit vor allem eine Fastentherapie bei rheumatoider Arthritis an… Zum vollständigen Text hier…

Metaanalyse: Ingwer lindert Schmerzen bei Arthrose

Eine orale Behandlung mit Ingwer kann bei Arthrose die Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Zu diesem Resultat kommen Wissenschaftler aus Dänemark in einer Metaanalyse, für die sie randomisierte, placebokontrollierte Studien auswerteten.

Ingwer wird in der asiatischen Medizin seit langem zur Linderung von Schmerzen bei muskuloskelettalen Erkrankungen eingesetzt.

Präklinische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Inhaltsstoffe des Ingwers als Inhibitor der Cyclooxygenase (COX-2) wirken, und zudem durch Hemmung der Lipoxygenase antientzündliche Effekte haben, sowie die Expression von TNFα hemmen… Zum vollständigen Text hier…

Nachtkerzenöl und Borretschsamenöl lindern Beschwerden bei Rheumatoider Arthritis

Nachtkerzenöl und Borretschsamenöl enthalten als wichtigsten Inhaltsstoff Gamma-Linolensäure. Vor allem Nachtkerzenöl ist gut dokumentiert in seiner Wirksamkeit bei Neurodermitis (Atopische Dermatitis) und kann dort zur Linderung von Juckreiz beitragen. Nachtkerzenöl wird oft auch empfohlen beim Prämenstruellen Syndrom (PMS), doch sind die Studien zur Wirksamkeit hier widersprüchlich. Weniger bekannt ist die Anwendung von Pflanzenölen mit Gamma-Linolensäure bei Rheuma-Beschwerden.

Professor Dr. Oliver Werz, Friedrich-Schiller-Universität Jena, hat vor kurzem in einem sehr informativen Artikel Möglichkeiten der Phytotherapie im Bereich der rheumatischen Erkrankungen vorgestellt und ging dabei auch auf Pflanzenöle mit Gamma-Linolensäure ein:.. Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Heilpflanzen-Anwendungen für die Pflege

Fundierte Weiterbildung & Ausbildung für Pflegende aus Spitex, Palliative Care, Pflegeheim und Klinik am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur (Schweiz).

Info: Phytotherapie in der Pflege

Kursprogramm im Portal Heilpflanzen-Info.

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Kräuterkurse und Kräuterwanderung für alle interessierten Personen in verschiedenen Regionen der Schweiz, zum Beispiel in den Kantonen St. Gallen, Zürich, Bern, Basel, Luzern, Glarus, Schwyz, Graubünden, Wallis, Schaffhausen, Aargau.

Heilpflanzen-Präparate bei Rheuma

In der „Pharmazeutischen Zeitung“ publizierte Professor Dr. Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena einen informativen Beitrag zur Rheumabehandlung mit Phytopharmaka.

Zur Bedeutung dieser Heilpflanzen-Präparate schreibt er einleitend:

„ Zur (Begleit-)Therapie rheumatischer Erkrankungen inklusive degenerativer Gelenkerkrankungen und milder bis mittelstarker Muskel- und Rückenschmerzen stehen ausgewählte Phytopharmaka zur Verfügung.

Diese sind insbesondere als alternative oder komplementäre Therapie-Optionen zur klassischen medikamentösen Behandlung mit steroidalen und nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) von Bedeutung… Zum vollständigen Text hier…

Weihrauch als Heilpflanze bei Rheuma und Darmentzündungen

Die „Welt“ publizierte einen informativen Beitrag über Weihrauch.

Dabei kam auch die medizinische Wirkung zur Sprache:

„Sogar eine kleine medizinische Renaissance könnte das Weihrauchharz erleben, nachdem es als Arzneimittel weitgehend durch wirksamere synthetische Stoffe ersetzt worden war. In den 90er-Jahren fanden Pharmakologen im Harz eine Reihe von Substanzen, unter anderem die Boswellia-Säuren, die eine entzündungshemmende Wirkung haben sollen. So könnten sie möglicherweise Rheuma, chronische Darmentzündungen, Multiple Sklerose, Schuppenflechte, Asthma und die Beschwerden von Hirntumoren lindern… Zum vollständigen Text hier…

Weihrauch-Forschung zu Polyarthritis, Osteoarthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Asthma bronchiale

Die Pharmaceutical-Tribune veröffentlichte vor kurzem einen interessanten Beitrag zum Weihrauch. Hier daraus ein Zitat:

„Die Ergebnisse der jüngsten Forschung belegen den forcierten Einsatz im Rahmen chronisch entzündlicher Erkrankungen. Im Blickpunkt stehen: primäre chronische Polyarthritis, Osteoarthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und chronisches Asthma bronchiale. Im Bereich der rheumatoiden Arthritis liegen positive Untersuchungen zur Reduktion der Schmerzen und Schwellungen vergleichbar der Goldtherapie vor. Als Dosierung sind dreimal tgl. mind. 300 mg Weihrauchextrakt (standardisierter Gehalt 37 % Boswelliasäuren) empfohlen.“… Zum vollständigen Text hier…

Gelenkschmerzen lindern mit Zitronenverbene (Verveine) und Fischöl?

Die Carstens-Stiftung berichtet über eine Studie zur Wirksamkeit von Verveine-Extrakt und Fischöl gegen Gelenkbeschwerden.

Oxidativer Stress spiele bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis oder der entzündlich aktivierten Arthrose eine primäre Rolle. Wie die Schädigung der Gelenke durch antioxidativ wirksame Stoffe aufgehalten werden könne, habe nun eine spanische Studie zu klären versucht.

In der Vergangenheit hätten verschiedene Studien gezeigt, dass eine an Omega-3-Fettsäuren reichhaltige Diät entzündliche Gelenkerkrankungen lindern kann. Zahlreiche dieser gesunden Fettsäuren seien zum Beispiel im Fischöl enthalten… Zum vollständigen Text hier…

HAGEBUTTE BEI ARTHRITIS UND ARTHROSE

Der erste Kontakt mit der Hagebutte findet oft bereits in der Kindheit statt und ist nicht immer angenehm. Unter Kindern spricht es sich manchmal herum, dass die Behaarung an der Innenseite der Früchte ein phantastisches Juckpulver abgibt. Ein angenehmer Aspekt der Hagebutte ist die Verwendung als Genusstee. Mit dem säuerlich erfrischenden Aroma ist Hagebutte Bestandteil fast aller winterlichen Teemischungen und Punschkreationen. Hagebuttentee und Hagebutten-Konfitüre aus frischen entkernten Früchten dienen als Vitamin-C-Lieferant… Zum vollständigen Text hier…

Inserat

Interessiert an Kräuterwanderungen in der Schweiz?

Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen kennenlernen auf Kräuterwanderungen / Kräuterkursen in den Kantonen Luzern, Glarus, Aargau, Basel, Bern, Zürich, St. Gallen, Schaffhausen, Graubünden, Wallis, Obwalden, Schwyz....

Lehrgänge:

Phytotherapie-Ausbildung am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur zum Kennenlernen von fundierten Heilpflanzen-Anwendungen für Berufsleute aus Pflege (z.B. aus Spitex, Klinik, Pflegeheim, Palliative Care), Naturheilkunde und Medizin.

Lehrgang Heilpflanzen-Seminar: Kompakte Weiterbildung über 6 Wochenenden für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung.

Schauen Sie sich das Gesamtprogramm an auf Heilpflanzen-Info.


„GRÜNER TEE SCHEINT BEI ARTHROSE ZU HELFEN“

So titelt die „Aerztezeitung“ zu einem kurzen Bericht aus der Grüntee-Forschung, und fährt fort:

„Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen sollten häufiger mal eine Tasse grünen Tee trinken.“

Begründung:

„Denn in In-vitro-Experimenten reduzierte Epigallocatechin-3-Gallat, ein Polyphenol aus grünem Tee, die über Interleukin-1β induzierten Zytokine.

In der Folge wurde somit die Expression von TNFα, IL-6 und mehreren Chemokinen durch Chondrozyten gehemmt (Arthritis Res & Therapy 2011; 13: 121).“… Zum vollständigen Text hier…


HEILPFLANZEN-PRÄPARATE BEI RHEUMA

Im „Phyto-Forum“ der Ärztezeitung wurde kürzlich folgende Frage gestellt:

„Gibt es pflanzliche Präparate, die bei entzündlichem Rheuma zusätzlich zur Basistherapie eingesetzt werden können, um Schmerz und Entzündung positiv zu beeinflussen?“

Die Antwort darauf von Dr. Rainer C. Görne:

„Bei der sogenannten primär chronischen Polyarthritis (PCP) ist zumeist eine lebenslange Behandlung mit unterschiedlichen chemisch-synthetischen Arzneimitteln erforderlich. Pflanzliche Präparate können hier nur supportiv und nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden, um unerwünschte Interaktionen oder Nebenwirkungen zu vermeiden… Zum vollständigen Text hier…


HAGEBUTTE BEI RHEUMA

In der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (3 / 2011) erschien vor kurzem ein Artikel von Prof. Reinhard Saller (Institut für Naturheilkunde, Universität Zürich) zum Thema „Phytotherapie in der Schmerzbehandlung“. Ein Abschnitt dieses Beitrages handelt vom Einsatz der Hagebutte bei rheumatischen Beschwerden:

„Zubereitungen aus Rosenfrüchten werden in den letzten Jahren zunehmend als antientzündliche und analgetische Behandlung bei verschiedenen rheumatischen Beschwerden empfohlen. Die Dosierungsempfehlungen liegen zumeist bei 2 bis 5 g Droge (z. B. als Teeaufguss 10 – 15 min ziehen lassen)… Zum vollständigen Text hier…


LEINSAMEN-KOMPRESSEN BEI RÜCKENSCHMERZEN, GELENKSCHMERZEN, STIRNHÖHLENENTZÜNDUNGEN

In der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (3 / 2011) veröffentlichte Professor Reinhard Saller (Institut für Naturheilkunde, Universität Zürich) einen Beitrag zum Thema „Phytotherapie in der Schmerzbehandlung“.

Ein Abschnitt darin handelte von Leinsamenauflagen / Leinsamenkompressen:

„Anwendungsgebiete:  Chronische  Stirn- oder Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis),

Rückenschmerzen (Muskelverspannungen),  Lumbago / Ischialgie, Muskel- u. Gelenkschmerzen, lokale Entzündungen.

Anwendungsdauer: ≥ 30 min (so als angenehm empfunden, 30-60 min Nachruhe, 1mal täglich)… Zum vollständigen Text hier…

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Kräuterkurse und Kräuterwanderungen in der Schweiz

Fundiertes Wissen über Heilpflanzen-Anwendungen:

Tagesseminare zur Weiterbildung in speziellen Themen der Pflanzenheilkunde;

Phytotherapie-Ausbildung für Berufsleute aus Pflege (z.B. Palliative Care, Spitex, Klinik, Pflegeheim), Naturheilkunde und Medizin;

Heilpflanzen-Seminar über 6 Wochenenden für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung;

Kräuterwanderungen / Kräuterkurse in den Kantonen Aargau, Basel, Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Glarus, Graubünden, Wallis, Bern, Luzern, Schwyz, Obwalden.

Gesamtprogramm im Portal Heilpflanzen-Info.


BRENNNESSEL-KUR GEGEN RHEUMA

Die MDR-Sendung „Hauptsache gesund“ berichtete kürzlich über die Wirkung von Brennnessel bei Rheuma:

„Kochen Sie frisch geerntete Brennnesseln wie Spinat. Das daraus entstehende Brennnesselmus kann man so essen, etwas würzen oder als Beilage zum Salat geben. Da die Brennnesselsaison langsam ihrem Ende entgegen geht, können Sie das Kraut auch einfrieren. Fertiger Frischpflanzenpresssaft wäre eine Alternative, ist aber nicht so reich an Inhaltsstoffen wie das frische Kraut. Der regelmäßige Verzehr von dreimal 50 Gramm Mus reduziert die Einnahme von Rheumamedikamenten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt eine eventuelle Dosierungsanpassung.“…Zum vollständigen Text hier…


VIEL KNOBLAUCH, WENIGER HÜFTARTHROSE?

Wer viel Knoblauch und Allicin-haltiges Gemüse verzehrt, reduziert offenbar sein Arthrose-Risiko.

Knoblauch, Zwiebeln und Lauch könnten helfen, Hüftarthrose vorzubeugen. Britische Forscher haben entdeckt, dass Frauen, die in ihren Speisen häufiger Pflanzen der Gattung Allium verwenden, weniger oft an Hüftarthrose leiden. Die Resultate der Studie sind im Fachmagazin BMC Musculoskeletal Disorders publiziert worden.
Für die Studie hatten Wissenschaftler vom Kings College London und der East Anglia Universität mehr als 1000 gesunde weibliche Zwillinge zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Zusätzlich wurden Röntgenaufnahmen von Wirbelsäule, Hüfte und Knien gemacht, um mögliche frühe arthrotische Veränderungen zu diagnostizieren… Zum vollständigen Text hier…


PHYTOTHERAPIE & ARTHROSE: WEIDENRINDE, TEUFELSKRALLE & CO.

Die Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Immer wieder wecken angebliche »Wundermittel« bei Patienten Hoffnung auf eine mögliche Heilung der Arthrose. Die Pharmazeutische Zeitung (4 / 2011) beschreibt in einem Artikel,  was wirklich gegen Arthrose hilft und wo die Grenzen der Selbstmedikation sind. Hier die wichtigsten Aussagen zum Bereich Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde – mit anschliessendem Kommentar:

„Bei Arthrose ohne Entzündungszeichen kann die lokale Anwendung von Wärmesalben auf Capsaicinbasis schmerz­lindernd wirken… Zum vollständigen Text hier…


PHYTOTHERAPIE: TEUFELSKRALLE BEI RHEUMA

In den Wurzelausläufern der Heilpflanze befinden sich Bitterstoffe, die sogenannten Iridoide. Sie sollen einer Entzündung im Organismus entgegenwirken, Schmerzen lindern und den Gelenkknorpel schützen. Hauptsächlich der Wirkstoff Harpagosid – aus der Gruppe der Iridoide – spielt dabei wohl eine wichtige Rolle. Professorin Sigrun Chrubasik erforscht an der Uniklinik Freiburg schon seit Jahren die Teufelskrallenwurzel und erklärt, dass wir noch nicht alle wirksamen Inhaltsstoffe der Pflanze kennen……. Zum vollständigen Text hier…

PHYTOTHERAPIE: HAGEBUTTE BEI RHEUMA, ARTHROSE & CO.

Hagebuttenpulver wird seit einigen Jahren gegen Rheuma und insbesondere bei Arthrose angewendet. Inzwischen existieren mehrere Studien zur Wirksamkeit, doch bleiben auch noch viele offene Fragen.
Die “Zeitschrift für Phytotherapie” (Nr. 5/2009) publizierte eine Übersicht zum Stand des Wissens. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte….. Zum vollständigen Text hier…

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Interessiert an Kräuterwanderungen in der Schweiz?

Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen kennenlernen in den Kantonen St. Gallen, Zürich, Bern, Basel, Wallis, Graubünden, Aargau, Schwyz, Glarus, Schaffhausen, Luzern....

Lust auf schöne Landschaften, bunte Blumenwiesen und faszinierende Geschichten über Heilpflanzen?

Kursprogramm für Kräuterkurse und Kräuterwanderungen im Portal Heilpflanzen-Info.

Dort finden Sie auch Ausschreibungen für Lehrgänge zur Weiterbildung und Ausbildung:

Phytotherapie-Ausbildung für Berufsleute aus Pflege (z. B. Spitex, Palliative Care, Pflegeheim, Klinik), Naturheilkunde und Medizin. Lehrgang Heilpflanzen-Seminar für Interessierte ohne medizinische Grundausbildung.

RHEUMA-BEHANDLUNG: TEUFELSKRALLENWURZEL UND WEIDENRINDE EMPFOHLEN

Auf www.bild.de ist soeben ein Beitrag zum Thema “Rheumatherapie” erschienen. Dabei wird auch auf die Phytotherapie hingewiesen und auf die Heilpflanzen Teufelskralle, Weidenrinde und Brennessel:

“Die Europäische Fachgesellschaft für Phytotherapie empfiehlt auf diesem Gebiet in erster Linie die Teufelskrallenwurzel und die Weidenrinde. Seit Vielen Jahrhunderten wird aber auch die Brennessel zur Rheuma-Behandlung eingesetzt. Deren Wirkung ist jedoch eher gering einzustufen.”….. Zum vollständigen Text hier…

INTERNISTEN DISKUTIEREN ERNÄHRUNG UND PHYTOTHERAPIE BEI RHEUMA

Ernährung und Phytotherapie sind beim Deutschen Internistentag in Berlin am 24. September 2009 wichtige Themen. Auf dem Programm stehen naturheilkundliche Interventionen bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

Bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sollte die Ernährungstherapie vom Beginn der Krankheit an ein selbstverständlicher Teil der Behandlung sein, empfehlen Rheumatologen. Fragt sich nur: Was ist genau eine Rheumakost? Zentral bei der langfristigen Umstellung der Essgewohnheiten ist die Verminderung tierischer Fette. Fettreiche Nahrungsmittel tierischer Herkunft wie Schmalz, Leber, Eigelb oder fettreiche Fleisch- und Wurstsorten meiden! Und nicht mehr als zwei Portionen Fleisch oder Wurst pro Woche sollten konsumieren. Kennen sollten Rheuma-Patienten die Grundsätze einer vorwiegend laktovegetabilen Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren und Antioxidanzien ist…… Zum vollständigen Text hier…

PHYTOTHERAPIE IM ÜBERBLICK: BEWEGUNGSAPPARAT / RHEUMA

Im Bereich Bewegungsapparat / Rheuma werden sehr viele Heilpflanzen-Präparate empfohlen und angewendet.

Hier als Überblick eine überarbeitete und gekürzte Zusammenstellung aus der Universität Duisburg-Essen mit den wichtigsten Heilpflanzen bei Rheuma, Verstauchungen, Prellungen etc.:

Die bei Gicht eingesetzte Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) gilt nicht als
Phytotherapeutikum, sondern ist Standardtherapie in der Medizin. Sie muss unbedingt vorsichtig dosiert werden.

Bei Rheumatischen Erkrankungen, Arthrose, Schmerzen bei Muskelverspannungen:
Hier werden Phytotherapeutika innerlich und äusserlich eingesetzt. Das Behandlungsziel
besteht hauptsächlich in einer Schmerzlinderung und einer Beeinflussung von
Entzündungsvorgängen. Der “entschlackende” Effekt bei rheumatischen Krankheiten….. Zum vollständigen Text hier…

WEIDENRINDEN-EXTRAKTE LINDERN ARTHRITIS

Wirkung durch Salicin und entzündungswidrige Polyphenole

Weidenrinde wird in der traditionellen Pflanzenheilkunde zur Behandlung bei entzündlichen Schmerzzuständen verwendet. Die Phytotherapie-Forschung hat die Wirksamkeit von Weidenrinden-Extrakten inzwischen durch mehrere Studien belegt.

Laut Aussagen von Professor Jürgen Metz von der Uni Heidelberg haben standardisierte Weidenrinden-Gesamtextrakte seit 1996 in mehreren kontrollierten klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen bei schmerzhaften entzündlichen Gelenkbeschwerden eine gute entzündungswidrige und schmerzstillende Wirksamkeit gezeigt – und das auch noch bei guter Verträglichkeit…… Zum vollständigen Texthier…